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    Patient im Mittelpunkt! Über neue Wege im Gesundheitswesen.Lines Vermächtnis – wie wir aus Behandlungsfehlern lernen

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    Ist ein Kind krank, kann es seine Symptome oft nur unklar äußern. Eltern und Sorgeberechtigte übernehmen dann eine Übersetzerrolle zwischen Behandlungsteam und Kind. Kritische Veränderungen beim Kind nehmen sie häufig früher wahr als das medizinische Personal. Aber wie können sie so kommunizieren, dass die Behandelnden ihre Sorgen ernst nehmen? Und wie können Behandlungsteams die Beobachtungen der Eltern systematisch in die Behandlung einbeziehen? 

    Das Projekt „Lines Vermächtnis“ will Eltern darin bestärken, ihre Sorgen anzusprechen – und Behandlungsteams dabei unterstützen, diese Hinweise systematisch in die Versorgung einzubeziehen. 

    Konkret bedeutet das:

    1. Eltern sollen ermutigt werden, ihre Beobachtungen und Sorgen anzusprechen – wie zum Beispiel in einem „Elterncoaching“, das in Zusammenarbeit mit der DAK, dem Kinder-UKE und der Deutschen Gesellschaft für Patientensicherheit Deutschen Gesellschaft für Patientensicherheit (DGPS) erstmals am 11.1112026 stattfinden wird..

    2. Kliniken müssen Strukturen schaffen, die es ihren Mitarbeitenden ermöglichen, diese Hinweise systematisch aufzunehmen, zu dokumentieren und in die weitere Behandlung einzubeziehen. Hierzu gibt es ebenfalls am Kinder-UKE ein Pilotprojekt.

    Über all das sprechen wir mit Michelle Bayona, Initiatorin von „Lines Vermächtnis“ und Gründerin und Vorsitzende des Vereins Fokus Behandlungsfehler e. V., und mit Prof. Dr. Dr. Irwin Reiss, Ärztlicher Leiter der Sektion Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

    Ausgewählte Links:

    Lines Vermächtnis – https://patientensicherheit.de/line/

    11.11.26: DAK Elterncoaching: https://www.dak.de/dak/unternehmen/patientensicherheit/elterncoaching-gemeinsam-fuer-mehr-patientensicherheit_155900

    Fokus Behandlungsfehler e.V.: https://www.fokus-behandlungsfehler.de/

    DAK – Safety Card für Eltern: https://caas.content.dak.de/caas/v1/media/220582/data/0e6bf8d7d88503aa5b7de6118112f501/patient-safety-card.pdf

    Ryan’s Rule, Australien: https://www.qld.gov.au/health/support/shared-decision-making/ryans-rule

    Martha’s Rule, England: https://www.england.nhs.uk/patient-safety/marthas-rule/

    Medizinische Universität Wien/Psychosoziale Dienste Wien: Wie gelingt der Übergang aus der Jugend- in die Erwachsenenpsychiatrie?

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    Anselm Bründlmayer und Christian Häusler über die Transition aus der Kinder- und Jugend- in die Erwachsenenpsychiatrie

    Der 18. Geburtstag ist für viele Jugendliche der herbeigesehnte Stichtag. Ab jetzt sind sie erwachsen! Für chronisch oder schwer Kranke wie für Jugendliche mit psychischen Erkrankungen ist dieses Datum jedoch mehr als ein Schritt ins Erwachsenenleben: Er markiert den Übergang von der Kinder- und Jugendpsychiatrie in die Erwachsenenpsychiatrie. Gerade hier brechen Behandlungen häufig ab – mit schweren Folgen für die Betroffenen und hohen Kosten für das Gesundheitssystem.

    Ein Wiener Pilotprojekt, das die Jury des Lohfert-Preises 2026 lobend erwähnt hat, begleitet die Heranwachsenden in dieser sensiblen Phase und sorgt dafür, dass sie in der Erwachsenenpsychiatrie gut zurechtkommen. 

    Wir haben mit Dr. Anselm Bründlmayer von der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Medizinischen Universität Wien und DGKP Christian Häusler von den Psychosozialen Diensten Wien über das Projekt „Begleitung der Transition von der Kinder- und Jugendpsychiatrie in die Erwachsenenpsychiatrie“ gesprochen.

    Das Interview im Überblick

    (01:29) Welche Aufgaben übernehmen die Psychozialen Dienste Wien, welche die MedUni Wien?

    (03:01) Worum geht es bei diesem Projekt genau?

    (04:29) Was sind genau die größten Herausforderungen?

    (06:31) Warum ist das Projekt ein gelungenes Beispiel für eine gute „Patient Journey“?

    (08:08) Wie viele Kinder Jugendliche und junge Erwachsene nehmen an dem Pilotprojekt teil?

    (10:07) Wie ist die Betreuung – Schritt für Schritt – gestaltet?

    (14:41) Welcher Fall ist Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben?

    (16:49) Gibt es Zukunftsvisionen oder Ideen für das Projekt?

    (18:00) Wie überzeugen Sie einen Klinikmanager von dem Projekt?

    (19:03) In aller Kürze: Was machen Transitionsbegleiter:innen?

    (19:23) Wenn Sie einen Wunsch frei hätten: Was würden Sie sich für Ihre heranwachsenden Klient:innen wünschen?

    Die wissenschaftliche Begleitung des Projekts durch Dr.in Klara Czernin und Dr. Anselm Bründlmayer wurde beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Rostock mit dem Förderpreis der Stiftung für ambulante Psychiatrie im Kindes- und Jugendalter ausgezeichnet. Mehr Info

    Von der Intensivstation zurück ins Leben: Nicolas Paul über die PICS-Ambulanz an der Charité

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    Wie sektorenübergreifende Kontinuität für Überlebende einer intensivmedizinischen Therapie gelingen kann

    Immer mehr Menschen überleben eine intensivmedizinische Behandlung. Doch mit der Entlassung aus dem Krankenhaus beginnt für sie oft ein schwieriger Weg. Körperliche, seelische und kognitive Beschwerden begleiten sie zum Teil noch lange. Die ambulante Versorgung nach dem Klinik- und Reha-Aufenthalt erweist sich dabei nachwievor oft als große Herausforderung. Diverse Diagnosen müssen gestellt, Haus- und Facharzttermine koordiniert werden. Hier setzt die PICS-Ambulanz der Charité an: Mit ihrer Ambulanz und sektorenübergreifenden, multiprofessionellen Nachsorge begleitet sie ehemalige Intensivpatient:innen zurück in den Alltag. Die Jury des Lohfert-Preises 2026 hat das Projekt lobend erwähnt.

    Prof. Nicolas Paul ist Professor für Tele-Intensivmedizin und arbeitet als Oberarzt auf einer Intensivstation in der Akutversorgung an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Wir fragen ihn: Was genau ist die PICS-Ambulanz, warum gibt es sie (noch nicht überall), welche Chancen liegen auch hier in der Digitalisierung – und was wünscht er sich für das Gesundheitswesen.

    Das Interview im Überblick

    (02:44) Was genau passiert nach einer intensivmedizinischen Behandlung?

    (04:47) Was versteht man unter einer intensivmedizinischen Behandlung?

    (06:45) Was ist das Post-Intensive-Care-Syndrom (PICS)

    „Das Problem ist der Zeitpunkt danach. Also wenn die Patient:innen wieder zu Hause sind und dann letztlich ihre eigene Versorgung selber koordinieren müssen. Und da ist die ambulante Versorgung in Deutschland total fragmentiert organisiert.“ (N. Paul)

    (12:36) Wie finden die Patient:innen zur PICS-Ambulanz und was passiert dann?

    (17:32) Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit anderen Behandlern?

    (19:48) Warum setzt die PICS-Ambulanz erst nach der Rehabilitation an?

    (22:43) Welche Rolle spielen Angehörige?

    (24:21) Wie funktioniert der Informationsaustausch zwischen den verschiedenen Bereichen?

    (26:22) Wie lautet die Botschaft, die Sie Entscheidungsträger:innen im Gesundheitswesen mit auf den Weg geben würden?

    (29:48) Ist die PICS-Ambulanz ein zeitlich begrenztes Projekt?

    (33:25) Was macht die PICS-Ambulanz in drei Sätzen?

    (33:58) Was sind die größten Benefits für die Patient:innen?

    (34:51) Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

    Maximilian Roederstein von OnkoPass: Wie eine digitale Begleitung ambulante Krebstherapien sicherer macht

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    Kein Fax, kein langes Warten am Telefon, sondern alles auf einen Blick: Digitale Therapiebegleitung schafft Sicherheit für Patient:innen und entlastet Behandlungsteams

    Das Interview im Überblick

    01:31 – Warum benötigen Patient:innen während einer ambulanten Krebstherapie eine digitale Begleitung?

    05:11 –Wie verändert OnkoPass die Patient Journey nach der Krebsdiagnose?

    „Auf einmal steht man zu Hause, und da geht es dann los mit vielen Fragen.“

    07:21 – Wie entlastet eine digitale Plattform wie OnkoPass die Behandlungsteams?

    09:11 – Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Patient:in und Klinik?

    „Wir wollen den administrativen Prozess unterstützen, aber nicht die ärztliche Entscheidungsfindung oder Kommunikation ersetzen.`“

    15:37 – Welche Rolle spielen Patient-Reported Outcomes (PROs)?

    „Wir nutzen validierte Fragen, die regelmäßig über die Patienten-App abgefragt werden.“

    23:00 – Warum verfolgt OnkoPass einen gemeinsamen Ansatz für Klinik und Patient:in?

    24:37 – Welche Erfahrungen gibt es bisher mit OnkoPass?

    27:08 – Wie sieht die Zukunft der digitalen Krebsversorgung aus?

    29:03 – Exkurs: Was hat ein australischer Hund mit der Krebsversorgung im Jahr 2045 zu tun?

    Mehr zu OnkoPass: https://onko-pass.com/

    Der Lohfert-Preis 2026 ist mit 20.000 Euro dotiert und würdigt zukunftsweisende Projekte, die die Patient Journey und Versorgungsqualität verbessern – und neue Wege institutionenübergreifender Zusammenarbeit eröffnen. In einer Zeit, in der das Vertrauen in die Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems auf dem Prüfstand steht, sind solche Ansätze entscheidend: Sie stärken Orientierung, Sicherheit und Kontinuität für Patient:innen.

    Der Förderpreis wird in diesem Jahr zum 14. Mal vergeben. Schirmherr ist Stefan Schwartze, MdB, Patientenbeauftragter der Bundesregierung.

    Die Preisverleihung findet am 09.09.2026 im Rahmen des Hamburger Gesundheitswirtschaftskongresses statt. Preisträger ist das Projekt „ePROtect: Kontinuierliche Begleitung krebskranker Kinder“ der Medizinischen Universität Innsbruck.

    Patient Journey sichtbar machen: Visuelle Therapiepläne in der Krebsmedizin

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    Dr. Helena Jambor über bessere Verständlichkeit, mehr Therapietreue und Kommunikation auf Augenhöhe

    Einfache Zeichen auf einem Zeitstrahl helfen Krebs-Patient:innen besser zu verstehen, was bei ihrer Behandlung wann, wo und wie auf sie zukommt. Diese „visuellen Therapiezeitpläne“ des Nationalen Zentrums für Tumorerkrankungen am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden (NCT/UCC) machen die eigene Patient Journey, den Weg durch die Behandlung mit ihren unterschiedlichen Stationen, leichter verständlich – und erleichtern die Kommunikation zwischen Behandelnden und ihren Patient:innen enorm. Das macht sich im übrigen auch besonders auch bei Sprachbarrieren bemerkbar und hat die Jury des Lohfert-Preises 2026 überzeugt, dem Projekt eine lobende Erwähnung auszusprechen.

    „Die Sprachbarrieren können absolut fantastisch überbrückt werden mit visuellen Hilfen. Es ist nachgewiesen, dass es hervorragend funktioniert.“ (H. Jambor)

    Das Interview im Einzelnen

    2:20 – Was sind visuelle Therapiepläne – und was können sie? Therapiepläne bieten Orientierung und Sicherheit

    4:24 – Wie entstand die Idee zu den visuellen Therapieplänen? Über biografische Prägung hin zur Datenvisualisierung und die Tätigkeit am NCT Dresden

    8:19 – Können Therapiepläne Therapietreue und Sicherheitsempfinden fördern? Ob am Kühlschrank, im Portemonnaie oder bei den Verwandten – der Therapieplan ist immer dabei

    „Dieses Sicherheitsempfinden ist sehr stark nach oben gegangen, wenn wir eine visuelle Hilfe hatten.“ (H. Jambor)

    10:22 – Sind die Therapiepläne auch für die Behandlungsteams hilfreich? Visuelle Therapiepläne als Gesprächsleitfaden

    16:12 – Wie lassen sich die Therapiepläne herstellen? Digitalisierung erleichtert die Umsetzung

    19:38 – Wie wird gewährleistet, dass die Symbole von allen verstanden werden? Transparency and Translucency – ISO-Verständlichkeitskriterien und die Erkenntnisse der Risikokommunikation

    21:40 – Inwiefern tragen Therapiepläne zu einer besseren Patient Journey bei – und welchen Nutzen haben sie für die Ärzt:innen und das Pflegepersonal

    22:24 – Sind die visuellen Therapiepläne auch für andere Einrichtungen beziehungsweise Erkrankungen anwendbar? Über ihre weitere Nutzung in der Medizin und ihre Vorteile 

    25:52 Was erwartet Dr. Jambor für die Zukunft?

    Interessante Links

    JAMIA, Communicating cancer treatment with pictogram-based timeline visualizations : https://academic.oup.com/jamia/article/32/3/480/7958420#500417834

    PM der NCT/UCC Dresden : https://www.nct-dresden.de/de/das-nctucc-dresden/newsroom/aktuelles/infografik-statt-text-studie-zeigt-dass-visuelle-hilfen-entscheidungskompetenz-bei-komplexen-krebstherapien-erhoehen

OptiMedis-Chef Dr. h. c. Helmut Hildebrandt über Patient Empowerment

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„Wir sind als Gesellschaft gefordert!“ – Warum das deutsche Gesundheitswesen die Perspektive der Patient:innen (immer noch) so wenig berücksichtigt

In den Debatten über das Gesundheitswesen taucht zunehmend der Begriff  „Patient Empowerment“ auf – der „empowerte“, aktive, gesundheitskompetente Mensch als „Manager“ der eigenen Gesundheit steht für ein neues, partnerschaftliches Rollenverständnis in der Medizin. Aber: Geht das überhaupt?

Darüber sprachen wir zum Start unserer Interviewreihe „Patient Empowerment“ mit Dr. h. c. Helmut Hildebrandt.

Er ist Vorstandsvorsitzender der OptiMedis AG in Hamburg und Pionier bei der Entwicklung innovativer Versorgungskonzepte wie die regionalen Gesundheitszentren oder Gesundheitskioske. Zusammen mit zwölf Expert:innen hat er für den Bundesverband Managed Care (BMC) ein Positionspapier zum Thema Patient Empowerment verfasst.

Das Interview im Überblick:

1:15 – Über die Rolle der Patient:innen im Gesundheitswesen, die Entwicklung von Patient Empowerment seit der Charta von Ottawa und warum nur eine „Zusammenarbeit zwischen Therapeut:in und Patient:in“ zu einem Ergebnis im Sinne der Patient:in kommt, aber genau diese noch oft so schwierig ist.

3:55 – Über den ersten Schritt, Patient:innen in ihre Behandlung aktiv einzubinden, über den patientenbezogenen Nutzen der Behandlung

5:15 – Über Patient Empowerment in der gesellschaftlichen Perspektive, über die Frage, wie sich die Politik und Institutionen zum Gesundheitswesen verhalten         

07:14 – „Ich finde, de facto ist der Patient der Therapeut.“ Über Patient:innen als Entscheider:innen und den Begriff Gesundheitskompetenz – im Hinblick auf den einzelnen Menschen, aber als Aufgabe der Gesundheitseinrichtungen, die Patient:innen „positiv zu unterstützen“.

12:48 – „Make the Healthier Choice The Easier Choice!“ Über die Fähigkeit, gesundheitsförderliche Entscheidungen zu treffen und die Frage, wie die Gesellschaft den Einzelnen dabei unterstützen kann – und es noch viel zu wenig tut.

16:39 – Über den oder die gute Hausärztin, die Frage, wie das Gesundheitssystem in Richtung Gesundheitsförderung, Gesundheitskompetenz und „Shared Decision Making“ umgebaut werden kann und über Patient Empowerment im Krankenhaus           

23:28 – Über die Digitalisierung und „digitale Assistenz“ für digitalferne Menschen 

26:02 – Über Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern, die Notwendigkeit einer „ergebnisabhängigen Reform für Vergütung“ und die Rolle von Krankenkassen für die regionale Versorgung  

28:56 – Über das Gesundheitsversorgungsstärkungsgesetz, Fehlanreize für die Krankenkassen und die Rolle der Politik 

31:19 – Über digitale Bildung und Notwenigkeit hybrider Lösungen

32:59 – Über die Herausforderungen der demografischen Entwicklung, die wachsende Bereitschaft, sich gesundheitsbewusst zu verhalten und was dem entgegensteht   

36:50 – In der Zusammenfassung: die wichtigsten Benefits für die Patientinnen und Patienten, aber auch für das Gesundheitssystem zu Patient Empowerment

„Je mehr wir es schaffen, Augenhöhe herzustellen zwischen allen Beteiligten, umso eher ist es auch eine demokratieförderliche Gesamtentwicklung.“

Sabine Brase über gute Führung, Personalgewinnung und die Akademisierung der Pflege

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Was können Krankenhäuser und Kliniken tun, um dem Fachkräftemangel wirkungsvoll zu begegnen?

„Weniger Fachkräfte müssen immer komplexere Versorgungssituationen meistern“ – insbesondere die Pflege, die Patienten und Patientinnen oft am nächsten steht, ist von den aktuellen Herausforderungen betroffen.

Sabine Brase, Geschäftsführerin Pflege – Bildung – Zukunft am Ernst von Bergmann Klinikum in Potsdam ist eine der profiliertesten Stimmen für die Belange der Pflege.

Seit diesem Jahr ergänzt sie zudem die Jury des Lohfert-Preises. Dessen Thema lautet: Fachkräftemangel als Impuls: Strategien zur Entwicklung und Stärkung des Gesundheitspersonals. Ein guter Anlass für ein Interview (die Akustik in dieser Ausgabe bitten wir zu entschuldigen…)

Was bedeutet gute Führung – und was hat das mit Personalgewinnung zu tun?

1:23 – Sabine Brase über Trends in der Gesundheitswirtschaft und die strategischen Aufgaben von Führungskräften.

„Wir haben hochkomplexe Führungssituationen… Und der Gesundheitssektor per se ist noch mal dynamischer und stellt uns vor große Herausforderungen.“

4:27 – Warum das Thema Wertschätzung so wichtig ist

Sabine Brase über die Bedeutung von Wertschätzung für die Arbeitszufriedenheit und die verschiedenen Perspektiven von Wertschätzung.

„Die Führungsebene ist aufgefordert herauszufinden, was Wertschätzung für die eigene Belegschaft ausmacht und woran sie messen kann, ob sich die Mitarbeitenden wertgeschätzt fühlen.“

05:52 – New Work und Partizipation: Über Führung und Management-Trends im Gesundheitsbereich

Sabine Brase über die Arbeitsforderungen der jungen Generation und das Dilemma zwischen individuellen Wünschen und den Regelungs- und Organisationsanforderungen von Krankenhäusern.

08:19 – Über geeignete Wege aus dem Fachkräftemangel

Sabine Brase über verschiedene allgemein einsetzbare Maßnahmen vom Recruiting, fachlicher Qualifikationen, Berufskarrieren bis zum Verbleib im Beruf.

14:52 – Apropos Pflegeberufegesetz und Pflegestudium-Stärkungsgesetz

Sabine Brase über die Vergütung beim Pflegestudium und die Notwendigkeit zur Akademisierung.

19:16 – Warum auch Mediziner:innen von den neuen Kompetenzen der Pflegenden überzeugt sein werden

Sabine Brase über die interdisziplinäre Ausbildungsstation IPSTA.

 „Wir brauchen ein Fundament an gemeinsamer Ausbildung, sodass … wir dahin kommen, dass man nicht mehr über Kompetenzgerangel spricht, sondern: Wer kann es am besten? Wer hat jetzt die Ressourcen? Was braucht mein Patient, meine Patientin, um den Patientenfokus wirklich zu erhöhen?“

22:58 – Eine Vision für die Pflege im Jahr 2030 ..

„Wir werden dazu kommen, dass wir neu definieren, wer hat welche Kompetenz, was braucht mein Patient – und nur danach werden wir uns richten.“

24:43 – Zuguterletzt: Warum Instagram?  

Sabine Brase über die Möglichkeiten, ihre Tätigkeit transparent und für Interessierte nachvollziehbar darzustellen.

Potsdam/ Hamburg, im Januar 2024

Gemeinsam für ein zukunftsfähiges Krankenhaus: Interview mit Nicole Krojer

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„Das Menschen-Mitnehmen ist beim Thema Nachhaltigkeit ein riesengroßer Hebel.“

„Jedes einzelne Krankenhaus ist eine gigantische Dreckschleuder“, sagte neulich Prof. Dr. Jochen Werner, Vorstand der Essener Uniklinik, im Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Ist das übertrieben? Immerhin fünf Prozent der CO2-Emissionen Deutschlands stammen aus der Gesundheitsversorgung. Ein Großteil davon entsteht in den Lieferketten.

Hier setzen Stefan und Nicole Krojer an. Unter dem Label Zukunft Krankenhaus Einkauf – ZUKE GREEN vernetzen sie Nachhaltigkeitsmanager:innen und an Nachhaltigkeit Interessierte. So möchten sie Best Practices für nachhaltiges Wirtschaften schnell, effektiv und entlang Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen in die Breite streuen. Die Jury des Lohfert-Preises 2023 hat für ihr Projekt eine lobende Erwähnung ausgesprochen – und wir haben Nicole Krojer dazu interviewt.

Im Einzelnen:

[00:55] 70 Prozent, also fast 3/4 aller CO2 Emissionen im Gesundheitswesen entstehen in den Lieferketten – Nicole Krojer über die Mehrweg- versus Einwegvariante, Produktion und Transportwege …

[03:44] Warum Kliniken nachhaltig wirtschaften sollten …

[05:48] Nicole Krojer zur Idee zu ZUKE GREEN …

[07:55] Über die Herausforderungen im Alltag von Nachhaltigkeitsbotschafter:innen und Nachhaltigkeitsmanager:innen …

[09:55] Über die Vorteile von berufsübergreifenden, interdisziplinären Gruppen beim Thema Akzeptanz von Nachhaltigkeitsmaßnahmen …

[11:36] N. Krojer über die neue Plattform Medzudo und die Notwendigkeit, neu zu denken, weil es in der Vergangenheit keine vergleichbaren Herausforderungen gab …

[14:45] N. Krojer über den Green Health Congress und die Rolle der etablierten Anbieter von Medizinprodukten ….

[20:16] N. Krojer über die verschiedenen Themen, die in der Nachhaltigkeitscommunity besprochen werden, darüber, was ZUKE Green noch alles macht und die Anforderungen des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes, die dank Digitalisierung machbar sind…

[23:05] N. Krojer über das Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD-Richtlinie) und deren Umsetzung im Alltag…

[24:33] N. Krojer über die ZUKE-Beteiligung an Forschungsprojekten wie KlinKe – Klimaneutrale Sekundärprozesse im Krankenhaus der HWR Berlin und die Bedeutung der Zusammenarbeit mit  Partnern …

[26:43] N. Krojer über kurz- und langfristige Ziele von ZUKE Green

Erkelenz/Hamburg, im September 2023

Digital besser versorgen: Interview mit PINK!-Gründerin Pia Wülfing

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Prof. Dr. Pia Wülfing hat die Online-Plattform „PINK! – Aktiv gegen Brustkrebs“ gegründet. Diese umfasst viele digitale Unterstützungsmöglichkeiten für Brustkrebspatientinnen und begleitet sie während der Therapie und vor allem auch in der Zeit danach. In Zeiten chronischer Personal- und Zeitknappheit des medizinischen Personals und angesichts des wachsenden Bedürfnisses nach (Self-)Empowerment und Souveränität von Patient:innen ist PINK! zukunftsweisend – und schon heute sehr erfolgreich.

Das Gespräch im Überblick

Welche Unterstützung bietet „PINK!“ konkret für die an Brustkrebs Erkrankten?

„Es ist ein ganz großes Bedürfnis der Patientinnen, selbstwirksam zu sein und sich eben nicht ihrem Schicksal zu überlassen, sondern selbst aktiv zu werden. Das macht PINK!“

[03:58] Wie kam es zu der Idee von PINK!

[05:50]: Was hat es mit der App PINK!  Coach auf sich? Wie ist die Rückmeldung der Kolleg:innen zu dem „digitalen Begleiter für die Hosentasche“, der als DiGA – digitale Gesundheitsanwendung – für die gesetzlich versicherten Patientinnen verfügbar ist.

[07:15] Die App kann dazu dienen, die ärztliche Kommunikation mit den Patientinnen zu erleichtern –  und dadurch ist es eine Win-Win Situation. Nicht nur für die Patientinnen, sondern auch für die behandelnden Ärzte…

[08:30] Aus Sicht der Patientinnen: Was unterscheidet die App PINK! Coach von anderen Apps, die es inzwischen auch schon gibt – und was kann sie nicht?

„Eine App zu bauen ist wahnsinnig teuer, das heißt, irgendein Geschäftsmodell muss dahinterstecken. Und wenn die Kosten nicht über eine DiGA finanziert werden, dann kann es eigentlich nur Datenverkauf oder Datenhandel oder Werbung oder irgendein anderes Interesse sein.“

[12:30] Datenschutz am Beispiel Schrittzähler …

[13:20] Wie ist sichergestellt, dass sich die Patientinnen nicht allein auf die App verlassen?

„Wir sind eher komplementär zu sehen, wenn man so will. Und auch die Inhalte sind ja eher komplementär und nicht das, was die Ärzte in der Regel besprechen oder das, was auch ärztliche Entscheidungen angeht.“

[15:38] Inwiefern arbeitet PINK! mit der Forschung zusammen? Und wie ist gewährleistet, dass die Nutzerinnen von PINK! von den neuesten Behandlungsmethoden erfahren? Es geht ja – zumindest in der App – eigentlich weniger um Behandlungsmethoden, sondern eigentlich um alles andere drumherum.

[17:50] Wie erfolgreich ist PINK!?

„… der Aufwand hinter der DiGA-Entwicklung und dem Betrieb ist so beträchtlich, dass man schon sehr, sehr, sehr viele Nutzerinnen braucht, damit es profitabel ist. Aber das haben wir erreicht. … wir haben tatsächlich den Ansatz, dass wir eine Menge Angebote pro bono anbieten – eigentlich alles andere außer der DiGa. Und dass wir auch wirklich unabhängig von jeglichem Geldgeber sind.“

[19:05] Kann der digitale Coach auch für Menschen mit anderen Krebserkrankungen oder auch mit chronischen Erkrankungen hilfreich sein?

Das Projekt „PINK! – Aktiv gegen Brustkrebs“ wird im Rahmen der feierlichen Verleihung des Lohfert-Preises 2023 am 19.09.2023 auf dem Hamburger Gesundheitswirtschaftskongress kurz vorgestellt.

Mehr dazu auf: www.christophlohfert-stiftung.de und auf www.pink-brustkrebs.de

Eine Dating-App für´s Ehrenamt? Interview mit Thomas Oeben vom Helferportal

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Das soziale Unterstützungsnetzwerk Helferportal bringt Freiwillige und Hilfesuchende spontan und passgenau zusammen:

Unter Helferportal.de können sich die verschiedenen Hilfsorganisationen und Helferkreise vernetzen. Das Ziel: ein flächendeckendes, deutschlandweites Hilfs-Angebot. Die Jury des Lohfert-Preises 2023 hat für das Projekt eine lobende Erwähnung ausgesprochen. Wir haben mit Geschäftsführer Thomas Oeben über das Helferportal gesprochen.

Im Einzelnen:

[00:44] Inwiefern kann das Helferportal die Gesundheitsversorgung nachhaltiger machen?

[01:13] T. Oeben über die Zunahme pflegebedürftiger Menschen bei fehlenden Pflegefachkräften, die Tatsache, dass Ehrenamt an Bedeutung gewinnt und die Frage, wie nicht nur die freiwilligen Helfenden möglichst unkompliziert und passgenau zu den Hilfesuchenden kommen, sondern durch Vernetzung aller Hilfsorganisationen sogar ein flächendeckendes Angebot geschaffen werden kann.

Inwiefern richtet sich das Angebot einerseits an Menschen, die die Alltags-Hilfe benötigen und andererseits an Akteure der Sozialwirtschaft?

[05:25] T. Oeben über die Einbindung sogenannter „ungebundener Helfer:innen“, deren Anbindung an bestehende Helferkreise inkl. Abwicklung von Aufwandsentschädigungen und das Angebot der Helferportal GmbH, mit der digitalen Übernahme der administrativen Aufgaben die Vereine zu entlasten.

Wie läuft die Suche für hilfesuchende Menschen praktisch ab?

[07:15] T. Oeben über den Anmeldeprozess mit Personen-Ident-Verfahren, Einsatzkriterien, den automatischen Auswahlprozess, die Abrechnung nach dem Einsatz und das abschließende Voting. 

Die Frage nach der Bewertung der Qualität der Helfenden und vice versa spielt eine gewisse Rolle für zukünftige Buchungen?

„Bei uns ist nicht nur die Qualifikation, sondern auch die Sicherheit ganz ganz wichtig.“

[12:51] T. Oeben über Sicherheit und Qualifizierung der Ehrenamtlichen mithilfe des von ihm gegründeten Vereins DEINNACHBAR.

Was geschieht, wenn die Person sich nicht selbst anmelden kann?

[13:52] T. Oeben über den Registrierungsprozess und barrierefreie Nutzung des Helferportals.

 Gibt es eine Vergütung und wie hoch ist sie?.

[15:05] T. Oeben über die Aufwandsentschädigung, die über die angeschlossenen Hilfsorganisationen definiert wird und die Idee eines Assistenzportals.

Wie kann das Helferportal auch für Quartiersmanagement oder den Katastrophenschutz verwendet werden?

[17:05] T. Oeben über die Erfahrungen aus der Flutkatastrophe ein Ahrweiler, wie das Helferprotal für die Koordinierung von Spontanhelfern im Katastrophenfall, aber auch für´s kommunale Engagement genutzt werden kann.

 Wo steht das Projekt bisher – was sind die nächsten Schritte?

[21:06] T. Oeben über die anstehende Implementierung des Helferprotals in Northeim/Niedersachsen und Dietzenbach/Hessen, die Gewinnung von Partnern in der Sozialwirtschaft und inwiefern die Erfahrungen, die er seit acht Jahren mit dem von ihm gegründeten Verein „DeinNachbar“ macht, nützlich sind.

Das Projekt „Helferportal“ wird im Rahmen der feierlichen Verleihung des Lohfert-Preises 2023 am 19.09.2023 auf dem Hamburger Gesundheitswirtschaftskongress kurz vorgestellt.

Mehr dazu auf: www.christophlohfert-stiftung.de und auf www.helferportal.de

Interview mit Prof. Matthias Rose, Charité – Universitätsmedizin Berlin: Wie gelingt patientenzentrierte Versorgung?

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Weg von der Reparaturmedizin hin zur nachhaltigen Gesundheitsversorgung: Wie kann es gelingen, die Perspektive der Patienten und Patientinnen stärker in die Routineversorgung zu integrieren? Kann die standardisierte Version der ur-ärztlichen Frage „Wie geht es Ihnen?“ ein Baustein sein für eine zukunftsfähige, präventive und partizipative Gesundheitsversorgung?

Prof. Dr. Matthias Rose hat mit seinem Team vom Charité Center for Patient-Centered Outcomes Research den Lohfert-Preis 2023 für das Projekt „Charité PROM Rollout – Integration der Patient:innenperspektive in die Routineversorgung“ gewonnen. Das Ziel des Projekts, das vom Vorstand Krankenversorgung der Charité ins Leben gerufen wurde, ist die Charité-weite Erfassung der selbst-berichteten Gesundheit durch die Patient:innen anhand der PROMs.

Im Überblick

00:42: Wofür Patient-Reported Outcomes stehen ­– Matthias Rose über die Definition von PROs – und die Frage: „Wie geht es Ihnen?“

01:49: Warum die Aussagen der Patient:innen erst jetzt systematisch erfasst werden – zur Bedeutung von Virchow und über den Wandel von der philosophischen zur naturwissenschaftlichen Prämisse der Medizin

03:56: Über die PRO-Messung aus Sicht der Patient:innen – Matthias Rose über acht Dimensionen der Gesundheit und deren Erfassung bei der Aufnahme

05:10: Fragebogen als Messinstrument – über die Frage, warum wir Fieber messen und dabei einheitliche Messwerte benötigen – und was ein PROM mit der ePa zu tun hat.

07:33: Zur Erfassung krankheitsspezifischer Aspekte – Matthias Rose über den Fakt, das Müdigkeit zwar verschiedene Ursachen haben kann, sich aber immer gleich anfühlt – und weshalb Laborwerte und PROs gemeinsam betrachtet werden müssen.  

11:34: Der Nutzen der PROs für Patient:innen und Mitarbeitende – über Überlebensrate, Prävention und Liegezeitenverkürzung

19:34:  Wann ist der Effizienz-Vorteil ein Argument? Matthias Rose über tradierte Ziele des Gesundheitswesens und die Transformationsnotwendigkeit der Medizin

21:08: Zum Erfolg des Projekts – und seinen Herausforderungen – über die Veränderung des Mindset als Voraussetzung für die Medizintransformation, über Datenschutz und die Möglichkeiten von Digitalisierung für den Health Outcome Observatory und European Health Data Space.

Ansgar Jonietz im Interview über laienverständliche Patientenbriefe

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Lohfert-Preis 2022 für „Patientenbriefe nach stationärem Aufenthalt“

Entlassbriefe nach einem Krankenhausaufenthalt – in laienverständlicher Sprache klären sie nicht nur nachhaltiger über die medizinische Behandlung auf, sie verbessern auch nachweislich die Gesundheitskompetenz der Patient:innen. Diese sind dadurch besser in der Lage, gesundheitsrelevante Entscheidungen zu treffen und auf Augenhöhe mit den behandelnden Ärzt:innen zu kommunizieren. Mit den automatisiert erstellbaren „Patientenbriefen nach stationärem Aufenthalt“ ist der „Was hab‘ ich?“ gGmbH eine Software-Lösung gelungen, die die Erstellung der laienverständlichen Patientenbriefe ohne weiteren Personalaufwand in der klinikeigenen IT ermöglicht.

Im Gespräch mit Dr. Thomas Lehnert spricht der Projektleiter und Geschäftsführer der „Was hab‘ ich?“ gGmbH, Ansgar Jonietz, über die Anfänge des Projekts, Herausforderungen und weitere Pläne

Im Überblick

[2:00] Wie entstand die Idee zu den Patientenbriefen?

[04:18] Die Patientenbriefe werden vollautomatisiert auf Basis klinischer Routinedaten, die in den Krankenhäusern eh vorliegen, erstellt – wie genau geschieht das?

[05:45] Wie wird die inhaltliche Qualität der „Patientenbriefe“ sichergestellt?

[08:13] Wie und in welchem Ausmaß verbessern denn die Patientenbriefe die Gesundheitskompetenz?

[11:41] Worin bestehen weitere oder künftige Maßnahmen, um spezielle Populationen wie Menschen mit Migrationshintergrund oder solche mit Sprachbarrieren noch gesondert zu erreichen?

[14:20] Welche weiteren Pläne gibt es neben der möglichst weiten Durchdringung in der Regelversorgung der Patientenbriefe?

[14:45] Exkurs: Was versteht man unter ICD- und OPS-Codes versteht?

[15:50] Was ist noch möglich – zum Beispiel weitere Informationen wie den Medikationsplan in den „Patientenbrief“ aufzunehmen?

[17:10] Sind weitere Varianten – digitale und interaktiv – des „Patientenbriefes“ denkbar?

[18:43] Wenn sich eine Klinik oder das Klinikmanagement zusammen mit dem Entlassmanagement dafür interessiert, „Patientenbriefe“ bei sich einzuführen – wie würden sie dann vorgehen?

Im Rückblick: Lohfert-Preis 2013 für Demenzmanagementkonzept „Blauer Punkt“

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„Der springende Punkt ist ja, dass der Patient letztendlich mehr Nutzen als Schaden durch den Krankenhausaufenthalt hat.“

Anlässlich der 10. Vergabe des Lohfert-Preises blicken wir zurück auf die ehemaligen Preisträgerprojekte: Der Lohfert-Preis 2013 ging u.a. an das das Demenzmanagementkonzept „Blauer Punkt“ am Alfried Krupp Krankenhaus in Essen. Was daraus wurde, erfahren Sie im Interview. Mehr Infos und die Mitschrift finden Sie hier: https://www.christophlohfert-stiftung.de/panorama/im-rueckblick-lohfert-preis-2013-fuer-demenzmanagementkonzept-blauer-punkt/

Ich tue mein Bestes – Jutta von Campenhausen über ärztliche Kommunikation

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„Man muss nicht immer das schwere Gespräch üben und Schauspieler einladen. Es geht darum zu sensibilisieren und sich die Perspektive der Patientinnen und Patienten bewusst zu machen.“

In dieser Folge von „Patient im Mittelpunkt“ – dem Podcast der Christoph Lohfert Stiftung sprechen wir mit der Wissenschaftsjournalistin Dr. Jutta von Campenhausen über ihr neues Buch „Ärztliche Kommunikation für Medizinstudierende„.

Über die Kommunikation zwischen Ärzt:innen und Patient:innen wurde in den vergangenen Jahren viel geschrieben – es gibt Handbücher mit Kommunikationstechniken speziell für den Medizinberuf, Selbsttests und Trainings mit Schauspielenden als Patient:innen. Kurzum: Die Kommunikationskompetenz von Ärzt:innen ist ein Thema geworden. Und gerade vor dem Hintergrund knapper werdender (Zeit-)Ressourcen kann man dieses Thema nicht oft genug ansprechen. Denn, wie Dr. Eckart von Hirschhausen sagt: „Die Kunst in der Gesprächskunst und in der Heilkunst gilt es wiederzuentdecken“. Er empfiehlt dafür das Buch „Ärztliche Kommunikation für Medizinstudierende“ von Dr. Jutta von Campenhausen.

Wir fragen sie im Interview nach den wichtigsten Gesprächstechniken, der Bedeutung von Emotionen, um im ärztlichen Gespräch Vertrauen zu schaffen, warum man durchaus auch mal scheinbar Selbstverständliches aussprechen sollte und welche eigenen Erfahrungen sie zu diesem Buch motiviert haben.

Public Health Expertin Freia De Bock über die Schlüsselelemente von Prävention und Gesundheitsförderung

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Im Podcast der Christoph Lohfert Stiftung spricht Prof. Dr. Freia De Bock über das diesjährige Ausschreibungsthema des Lohfert-Preises 2022: Gemeinsam für mehr Gesundheit: Modelle und Technologien zur Verbesserung der Erreichbarkeit, Aufklärung und Beteiligung in der gesundheitlichen Versorgung. Die Gesundheitsexpertin erläutert, warum Erreichbarkeit und Beteiligung der Schlüssel für einen großen Public Health Impact in der Fläche sind, was soziale und gesundheitliche Ungleichheit miteinander zu tun haben und warum es wichtig ist, die Medienkompetenz zu verbessern.