• Patient im Mittelpunkt! Über neue Wege im Gesundheitswesen. Podcast

    Medizinische Universität Wien/Psychosoziale Dienste Wien: Wie gelingt der Übergang aus der Jugend- in die Erwachsenenpsychiatrie?

    Anselm Bründlmayer und Christian Häusler über die Transition aus der Kinder- und Jugend- in die Erwachsenenpsychiatrie

    Der 18. Geburtstag ist für viele Jugendliche der herbeigesehnte Stichtag. Ab jetzt sind sie erwachsen! Für chronisch oder schwer Kranke wie für Jugendliche mit psychischen Erkrankungen ist dieses Datum jedoch mehr als ein Schritt ins Erwachsenenleben: Er markiert den Übergang von der Kinder- und Jugendpsychiatrie in die Erwachsenenpsychiatrie. Gerade hier brechen Behandlungen häufig ab – mit schweren Folgen für die Betroffenen und hohen Kosten für das Gesundheitssystem.

    Ein Wiener Pilotprojekt, das die Jury des Lohfert-Preises 2026 lobend erwähnt hat, begleitet die Heranwachsenden in dieser sensiblen Phase und sorgt dafür, dass sie in der Erwachsenenpsychiatrie gut zurechtkommen. 

    Wir haben mit Dr. Anselm Bründlmayer von der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Medizinischen Universität Wien und DGKP Christian Häusler von den Psychosozialen Diensten Wien über das Projekt „Begleitung der Transition von der Kinder- und Jugendpsychiatrie in die Erwachsenenpsychiatrie“ gesprochen.

    Das Interview im Überblick

    (01:29) Welche Aufgaben übernehmen die Psychozialen Dienste Wien, welche die MedUni Wien?

    (03:01) Worum geht es bei diesem Projekt genau?

    (04:29) Was sind genau die größten Herausforderungen?

    (06:31) Warum ist das Projekt ein gelungenes Beispiel für eine gute „Patient Journey“?

    (08:08) Wie viele Kinder Jugendliche und junge Erwachsene nehmen an dem Pilotprojekt teil?

    (10:07) Wie ist die Betreuung – Schritt für Schritt – gestaltet?

    (14:41) Welcher Fall ist Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben?

    (16:49) Gibt es Zukunftsvisionen oder Ideen für das Projekt?

    (18:00) Wie überzeugen Sie einen Klinikmanager von dem Projekt?

    (19:03) In aller Kürze: Was machen Transitionsbegleiter:innen?

    (19:23) Wenn Sie einen Wunsch frei hätten: Was würden Sie sich für Ihre heranwachsenden Klient:innen wünschen?

    Die wissenschaftliche Begleitung des Projekts durch Dr.in Klara Czernin und Dr. Anselm Bründlmayer wurde beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Rostock mit dem Förderpreis der Stiftung für ambulante Psychiatrie im Kindes- und Jugendalter ausgezeichnet. Mehr Info

    Von der Intensivstation zurück ins Leben: Nicolas Paul über die PICS-Ambulanz an der Charité

    Wie sektorenübergreifende Kontinuität für Überlebende einer intensivmedizinischen Therapie gelingen kann

    Immer mehr Menschen überleben eine intensivmedizinische Behandlung. Doch mit der Entlassung aus dem Krankenhaus beginnt für sie oft ein schwieriger Weg. Körperliche, seelische und kognitive Beschwerden begleiten sie zum Teil noch lange. Die ambulante Versorgung nach dem Klinik- und Reha-Aufenthalt erweist sich dabei nachwievor oft als große Herausforderung. Diverse Diagnosen müssen gestellt, Haus- und Facharzttermine koordiniert werden. Hier setzt die PICS-Ambulanz der Charité an: Mit ihrer Ambulanz und sektorenübergreifenden, multiprofessionellen Nachsorge begleitet sie ehemalige Intensivpatient:innen zurück in den Alltag. Die Jury des Lohfert-Preises 2026 hat das Projekt lobend erwähnt.

    Prof. Nicolas Paul ist Professor für Tele-Intensivmedizin und arbeitet als Oberarzt auf einer Intensivstation in der Akutversorgung an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Wir fragen ihn: Was genau ist die PICS-Ambulanz, warum gibt es sie (noch nicht überall), welche Chancen liegen auch hier in der Digitalisierung – und was wünscht er sich für das Gesundheitswesen.

    Das Interview im Überblick

    (02:44) Was genau passiert nach einer intensivmedizinischen Behandlung?

    (04:47) Was versteht man unter einer intensivmedizinischen Behandlung?

    (06:45) Was ist das Post-Intensive-Care-Syndrom (PICS)

    „Das Problem ist der Zeitpunkt danach. Also wenn die Patient:innen wieder zu Hause sind und dann letztlich ihre eigene Versorgung selber koordinieren müssen. Und da ist die ambulante Versorgung in Deutschland total fragmentiert organisiert.“ (N. Paul)

    (12:36) Wie finden die Patient:innen zur PICS-Ambulanz und was passiert dann?

    (17:32) Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit anderen Behandlern?

    (19:48) Warum setzt die PICS-Ambulanz erst nach der Rehabilitation an?

    (22:43) Welche Rolle spielen Angehörige?

    (24:21) Wie funktioniert der Informationsaustausch zwischen den verschiedenen Bereichen?

    (26:22) Wie lautet die Botschaft, die Sie Entscheidungsträger:innen im Gesundheitswesen mit auf den Weg geben würden?

    (29:48) Ist die PICS-Ambulanz ein zeitlich begrenztes Projekt?

    (33:25) Was macht die PICS-Ambulanz in drei Sätzen?

    (33:58) Was sind die größten Benefits für die Patient:innen?

    (34:51) Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

    Maximilian Roederstein von OnkoPass: Wie eine digitale Begleitung ambulante Krebstherapien sicherer macht

    Kein Fax, kein langes Warten am Telefon, sondern alles auf einen Blick: Digitale Therapiebegleitung schafft Sicherheit für Patient:innen und entlastet Behandlungsteams

    Das Interview im Überblick

    01:31 – Warum benötigen Patient:innen während einer ambulanten Krebstherapie eine digitale Begleitung?

    05:11 –Wie verändert OnkoPass die Patient Journey nach der Krebsdiagnose?

    „Auf einmal steht man zu Hause, und da geht es dann los mit vielen Fragen.“

    07:21 – Wie entlastet eine digitale Plattform wie OnkoPass die Behandlungsteams?

    09:11 – Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Patient:in und Klinik?

    „Wir wollen den administrativen Prozess unterstützen, aber nicht die ärztliche Entscheidungsfindung oder Kommunikation ersetzen.`“

    15:37 – Welche Rolle spielen Patient-Reported Outcomes (PROs)?

    „Wir nutzen validierte Fragen, die regelmäßig über die Patienten-App abgefragt werden.“

    23:00 – Warum verfolgt OnkoPass einen gemeinsamen Ansatz für Klinik und Patient:in?

    24:37 – Welche Erfahrungen gibt es bisher mit OnkoPass?

    27:08 – Wie sieht die Zukunft der digitalen Krebsversorgung aus?

    29:03 – Exkurs: Was hat ein australischer Hund mit der Krebsversorgung im Jahr 2045 zu tun?

    Mehr zu OnkoPass: https://onko-pass.com/

    Der Lohfert-Preis 2026 ist mit 20.000 Euro dotiert und würdigt zukunftsweisende Projekte, die die Patient Journey und Versorgungsqualität verbessern – und neue Wege institutionenübergreifender Zusammenarbeit eröffnen. In einer Zeit, in der das Vertrauen in die Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems auf dem Prüfstand steht, sind solche Ansätze entscheidend: Sie stärken Orientierung, Sicherheit und Kontinuität für Patient:innen.

    Der Förderpreis wird in diesem Jahr zum 14. Mal vergeben. Schirmherr ist Stefan Schwartze, MdB, Patientenbeauftragter der Bundesregierung.

    Die Preisverleihung findet am 09.09.2026 im Rahmen des Hamburger Gesundheitswirtschaftskongresses statt. Preisträger ist das Projekt „ePROtect: Kontinuierliche Begleitung krebskranker Kinder“ der Medizinischen Universität Innsbruck.

    Patient Journey sichtbar machen: Visuelle Therapiepläne in der Krebsmedizin

    Dr. Helena Jambor über bessere Verständlichkeit, mehr Therapietreue und Kommunikation auf Augenhöhe

    Einfache Zeichen auf einem Zeitstrahl helfen Krebs-Patient:innen besser zu verstehen, was bei ihrer Behandlung wann, wo und wie auf sie zukommt. Diese „visuellen Therapiezeitpläne“ des Nationalen Zentrums für Tumorerkrankungen am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden (NCT/UCC) machen die eigene Patient Journey, den Weg durch die Behandlung mit ihren unterschiedlichen Stationen, leichter verständlich – und erleichtern die Kommunikation zwischen Behandelnden und ihren Patient:innen enorm. Das macht sich im übrigen auch besonders auch bei Sprachbarrieren bemerkbar und hat die Jury des Lohfert-Preises 2026 überzeugt, dem Projekt eine lobende Erwähnung auszusprechen.

    „Die Sprachbarrieren können absolut fantastisch überbrückt werden mit visuellen Hilfen. Es ist nachgewiesen, dass es hervorragend funktioniert.“ (H. Jambor)

    Das Interview im Einzelnen

    2:20 – Was sind visuelle Therapiepläne – und was können sie? Therapiepläne bieten Orientierung und Sicherheit

    4:24 – Wie entstand die Idee zu den visuellen Therapieplänen? Über biografische Prägung hin zur Datenvisualisierung und die Tätigkeit am NCT Dresden

    8:19 – Können Therapiepläne Therapietreue und Sicherheitsempfinden fördern? Ob am Kühlschrank, im Portemonnaie oder bei den Verwandten – der Therapieplan ist immer dabei

    „Dieses Sicherheitsempfinden ist sehr stark nach oben gegangen, wenn wir eine visuelle Hilfe hatten.“ (H. Jambor)

    10:22 – Sind die Therapiepläne auch für die Behandlungsteams hilfreich? Visuelle Therapiepläne als Gesprächsleitfaden

    16:12 – Wie lassen sich die Therapiepläne herstellen? Digitalisierung erleichtert die Umsetzung

    19:38 – Wie wird gewährleistet, dass die Symbole von allen verstanden werden? Transparency and Translucency – ISO-Verständlichkeitskriterien und die Erkenntnisse der Risikokommunikation

    21:40 – Inwiefern tragen Therapiepläne zu einer besseren Patient Journey bei – und welchen Nutzen haben sie für die Ärzt:innen und das Pflegepersonal

    22:24 – Sind die visuellen Therapiepläne auch für andere Einrichtungen beziehungsweise Erkrankungen anwendbar? Über ihre weitere Nutzung in der Medizin und ihre Vorteile 

    25:52 Was erwartet Dr. Jambor für die Zukunft?

    Interessante Links

    JAMIA, Communicating cancer treatment with pictogram-based timeline visualizations : https://academic.oup.com/jamia/article/32/3/480/7958420#500417834

    PM der NCT/UCC Dresden : https://www.nct-dresden.de/de/das-nctucc-dresden/newsroom/aktuelles/infografik-statt-text-studie-zeigt-dass-visuelle-hilfen-entscheidungskompetenz-bei-komplexen-krebstherapien-erhoehen

    Patient Journey sichtbar machen: Visuelle Therapiepläne in der Krebsmedizin

    Dr. Helena Jambor über bessere Verständlichkeit, mehr Therapietreue und Kommunikation auf Augenhöhe

    Einfache Zeichen auf einem Zeitstrahl helfen Krebs-Patient:innen besser zu verstehen, was bei ihrer Behandlung wann, wo und wie auf sie zukommt. Diese „visuellen Therapiezeitpläne“ des Nationalen Zentrums für Tumorerkrankungen am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden (NCT/UCC) machen die eigene Patient Journey, den Weg durch die Behandlung mit ihren unterschiedlichen Stationen, leichter verständlich – und erleichtern die Kommunikation zwischen Behandelnden und ihren Patient:innen enorm. Das macht sich im übrigen auch besonders auch bei Sprachbarrieren bemerkbar und hat die Jury des Lohfert-Preises 2026 überzeugt, dem Projekt eine lobende Erwähnung auszusprechen.

    „Die Sprachbarrieren können absolut fantastisch überbrückt werden mit visuellen Hilfen. Es ist nachgewiesen, dass es hervorragend funktioniert.“ (H. Jambor)

    Das Interview im Einzelnen

    2:20 – Was sind visuelle Therapiepläne – und was können sie? Therapiepläne bieten Orientierung und Sicherheit

    4:24 – Wie entstand die Idee zu den visuellen Therapieplänen? Über biografische Prägung hin zur Datenvisualisierung und die Tätigkeit am NCT Dresden

    8:19 – Können Therapiepläne Therapietreue und Sicherheitsempfinden fördern? Ob am Kühlschrank, im Portemonnaie oder bei den Verwandten – der Therapieplan ist immer dabei

    „Dieses Sicherheitsempfinden ist sehr stark nach oben gegangen, wenn wir eine visuelle Hilfe hatten.“ (H. Jambor)

    10:22 – Sind die Therapiepläne auch für die Behandlungsteams hilfreich? Visuelle Therapiepläne als Gesprächsleitfaden

    16:12 – Wie lassen sich die Therapiepläne herstellen? Digitalisierung erleichtert die Umsetzung

    19:38 – Wie wird gewährleistet, dass die Symbole von allen verstanden werden? Transparency and Translucency – ISO-Verständlichkeitskriterien und die Erkenntnisse der Risikokommunikation

    21:40 – Inwiefern tragen Therapiepläne zu einer besseren Patient Journey bei – und welchen Nutzen haben sie für die Ärzt:innen und das Pflegepersonal

    22:24 – Sind die visuellen Therapiepläne auch für andere Einrichtungen beziehungsweise Erkrankungen anwendbar? Über ihre weitere Nutzung in der Medizin und ihre Vorteile 

    25:52 Was erwartet Dr. Jambor für die Zukunft?

    Interessante Links

    JAMIA, Communicating cancer treatment with pictogram-based timeline visualizations : https://academic.oup.com/jamia/article/32/3/480/7958420#500417834

    PM der NCT/UCC Dresden : https://www.nct-dresden.de/de/das-nctucc-dresden/newsroom/aktuelles/infografik-statt-text-studie-zeigt-dass-visuelle-hilfen-entscheidungskompetenz-bei-komplexen-krebstherapien-erhoehen