• Patient im Mittelpunkt! Über neue Wege im Gesundheitswesen. Podcast

    Patient im Mittelpunkt! Über neue Wege im Gesundheitswesen.Lines Vermächtnis – wie wir aus Behandlungsfehlern lernen

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    Ist ein Kind krank, kann es seine Symptome oft nur unklar äußern. Eltern und Sorgeberechtigte übernehmen dann eine Übersetzerrolle zwischen Behandlungsteam und Kind. Kritische Veränderungen beim Kind nehmen sie häufig früher wahr als das medizinische Personal. Aber wie können sie so kommunizieren, dass die Behandelnden ihre Sorgen ernst nehmen? Und wie können Behandlungsteams die Beobachtungen der Eltern systematisch in die Behandlung einbeziehen? 

    Das Projekt „Lines Vermächtnis“ will Eltern darin bestärken, ihre Sorgen anzusprechen – und Behandlungsteams dabei unterstützen, diese Hinweise systematisch in die Versorgung einzubeziehen. 

    Konkret bedeutet das:

    1. Eltern sollen ermutigt werden, ihre Beobachtungen und Sorgen anzusprechen – wie zum Beispiel in einem „Elterncoaching“, das in Zusammenarbeit mit der DAK, dem Kinder-UKE und der Deutschen Gesellschaft für Patientensicherheit Deutschen Gesellschaft für Patientensicherheit (DGPS) erstmals am 11.1112026 stattfinden wird..

    2. Kliniken müssen Strukturen schaffen, die es ihren Mitarbeitenden ermöglichen, diese Hinweise systematisch aufzunehmen, zu dokumentieren und in die weitere Behandlung einzubeziehen. Hierzu gibt es ebenfalls am Kinder-UKE ein Pilotprojekt.

    Über all das sprechen wir mit Michelle Bayona, Initiatorin von „Lines Vermächtnis“ und Gründerin und Vorsitzende des Vereins Fokus Behandlungsfehler e. V., und mit Prof. Dr. Dr. Irwin Reiss, Ärztlicher Leiter der Sektion Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

    Ausgewählte Links:

    Lines Vermächtnis – https://patientensicherheit.de/line/

    11.11.26: DAK Elterncoaching: https://www.dak.de/dak/unternehmen/patientensicherheit/elterncoaching-gemeinsam-fuer-mehr-patientensicherheit_155900

    Fokus Behandlungsfehler e.V.: https://www.fokus-behandlungsfehler.de/

    DAK – Safety Card für Eltern: https://caas.content.dak.de/caas/v1/media/220582/data/0e6bf8d7d88503aa5b7de6118112f501/patient-safety-card.pdf

    Ryan’s Rule, Australien: https://www.qld.gov.au/health/support/shared-decision-making/ryans-rule

    Martha’s Rule, England: https://www.england.nhs.uk/patient-safety/marthas-rule/

    Medizinische Universität Wien/Psychosoziale Dienste Wien: Wie gelingt der Übergang aus der Jugend- in die Erwachsenenpsychiatrie?

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    Anselm Bründlmayer und Christian Häusler über die Transition aus der Kinder- und Jugend- in die Erwachsenenpsychiatrie

    Der 18. Geburtstag ist für viele Jugendliche der herbeigesehnte Stichtag. Ab jetzt sind sie erwachsen! Für chronisch oder schwer Kranke wie für Jugendliche mit psychischen Erkrankungen ist dieses Datum jedoch mehr als ein Schritt ins Erwachsenenleben: Er markiert den Übergang von der Kinder- und Jugendpsychiatrie in die Erwachsenenpsychiatrie. Gerade hier brechen Behandlungen häufig ab – mit schweren Folgen für die Betroffenen und hohen Kosten für das Gesundheitssystem.

    Ein Wiener Pilotprojekt, das die Jury des Lohfert-Preises 2026 lobend erwähnt hat, begleitet die Heranwachsenden in dieser sensiblen Phase und sorgt dafür, dass sie in der Erwachsenenpsychiatrie gut zurechtkommen. 

    Wir haben mit Dr. Anselm Bründlmayer von der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Medizinischen Universität Wien und DGKP Christian Häusler von den Psychosozialen Diensten Wien über das Projekt „Begleitung der Transition von der Kinder- und Jugendpsychiatrie in die Erwachsenenpsychiatrie“ gesprochen.

    Das Interview im Überblick

    (01:29) Welche Aufgaben übernehmen die Psychozialen Dienste Wien, welche die MedUni Wien?

    (03:01) Worum geht es bei diesem Projekt genau?

    (04:29) Was sind genau die größten Herausforderungen?

    (06:31) Warum ist das Projekt ein gelungenes Beispiel für eine gute „Patient Journey“?

    (08:08) Wie viele Kinder Jugendliche und junge Erwachsene nehmen an dem Pilotprojekt teil?

    (10:07) Wie ist die Betreuung – Schritt für Schritt – gestaltet?

    (14:41) Welcher Fall ist Ihnen besonders im Gedächtnis geblieben?

    (16:49) Gibt es Zukunftsvisionen oder Ideen für das Projekt?

    (18:00) Wie überzeugen Sie einen Klinikmanager von dem Projekt?

    (19:03) In aller Kürze: Was machen Transitionsbegleiter:innen?

    (19:23) Wenn Sie einen Wunsch frei hätten: Was würden Sie sich für Ihre heranwachsenden Klient:innen wünschen?

    Die wissenschaftliche Begleitung des Projekts durch Dr.in Klara Czernin und Dr. Anselm Bründlmayer wurde beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Rostock mit dem Förderpreis der Stiftung für ambulante Psychiatrie im Kindes- und Jugendalter ausgezeichnet. Mehr Info

    Von der Intensivstation zurück ins Leben: Nicolas Paul über die PICS-Ambulanz an der Charité

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    Wie sektorenübergreifende Kontinuität für Überlebende einer intensivmedizinischen Therapie gelingen kann

    Immer mehr Menschen überleben eine intensivmedizinische Behandlung. Doch mit der Entlassung aus dem Krankenhaus beginnt für sie oft ein schwieriger Weg. Körperliche, seelische und kognitive Beschwerden begleiten sie zum Teil noch lange. Die ambulante Versorgung nach dem Klinik- und Reha-Aufenthalt erweist sich dabei nachwievor oft als große Herausforderung. Diverse Diagnosen müssen gestellt, Haus- und Facharzttermine koordiniert werden. Hier setzt die PICS-Ambulanz der Charité an: Mit ihrer Ambulanz und sektorenübergreifenden, multiprofessionellen Nachsorge begleitet sie ehemalige Intensivpatient:innen zurück in den Alltag. Die Jury des Lohfert-Preises 2026 hat das Projekt lobend erwähnt.

    Prof. Nicolas Paul ist Professor für Tele-Intensivmedizin und arbeitet als Oberarzt auf einer Intensivstation in der Akutversorgung an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Wir fragen ihn: Was genau ist die PICS-Ambulanz, warum gibt es sie (noch nicht überall), welche Chancen liegen auch hier in der Digitalisierung – und was wünscht er sich für das Gesundheitswesen.

    Das Interview im Überblick

    (02:44) Was genau passiert nach einer intensivmedizinischen Behandlung?

    (04:47) Was versteht man unter einer intensivmedizinischen Behandlung?

    (06:45) Was ist das Post-Intensive-Care-Syndrom (PICS)

    „Das Problem ist der Zeitpunkt danach. Also wenn die Patient:innen wieder zu Hause sind und dann letztlich ihre eigene Versorgung selber koordinieren müssen. Und da ist die ambulante Versorgung in Deutschland total fragmentiert organisiert.“ (N. Paul)

    (12:36) Wie finden die Patient:innen zur PICS-Ambulanz und was passiert dann?

    (17:32) Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit anderen Behandlern?

    (19:48) Warum setzt die PICS-Ambulanz erst nach der Rehabilitation an?

    (22:43) Welche Rolle spielen Angehörige?

    (24:21) Wie funktioniert der Informationsaustausch zwischen den verschiedenen Bereichen?

    (26:22) Wie lautet die Botschaft, die Sie Entscheidungsträger:innen im Gesundheitswesen mit auf den Weg geben würden?

    (29:48) Ist die PICS-Ambulanz ein zeitlich begrenztes Projekt?

    (33:25) Was macht die PICS-Ambulanz in drei Sätzen?

    (33:58) Was sind die größten Benefits für die Patient:innen?

    (34:51) Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

    Maximilian Roederstein von OnkoPass: Wie eine digitale Begleitung ambulante Krebstherapien sicherer macht

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    Kein Fax, kein langes Warten am Telefon, sondern alles auf einen Blick: Digitale Therapiebegleitung schafft Sicherheit für Patient:innen und entlastet Behandlungsteams

    Das Interview im Überblick

    01:31 – Warum benötigen Patient:innen während einer ambulanten Krebstherapie eine digitale Begleitung?

    05:11 –Wie verändert OnkoPass die Patient Journey nach der Krebsdiagnose?

    „Auf einmal steht man zu Hause, und da geht es dann los mit vielen Fragen.“

    07:21 – Wie entlastet eine digitale Plattform wie OnkoPass die Behandlungsteams?

    09:11 – Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Patient:in und Klinik?

    „Wir wollen den administrativen Prozess unterstützen, aber nicht die ärztliche Entscheidungsfindung oder Kommunikation ersetzen.`“

    15:37 – Welche Rolle spielen Patient-Reported Outcomes (PROs)?

    „Wir nutzen validierte Fragen, die regelmäßig über die Patienten-App abgefragt werden.“

    23:00 – Warum verfolgt OnkoPass einen gemeinsamen Ansatz für Klinik und Patient:in?

    24:37 – Welche Erfahrungen gibt es bisher mit OnkoPass?

    27:08 – Wie sieht die Zukunft der digitalen Krebsversorgung aus?

    29:03 – Exkurs: Was hat ein australischer Hund mit der Krebsversorgung im Jahr 2045 zu tun?

    Mehr zu OnkoPass: https://onko-pass.com/

    Der Lohfert-Preis 2026 ist mit 20.000 Euro dotiert und würdigt zukunftsweisende Projekte, die die Patient Journey und Versorgungsqualität verbessern – und neue Wege institutionenübergreifender Zusammenarbeit eröffnen. In einer Zeit, in der das Vertrauen in die Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems auf dem Prüfstand steht, sind solche Ansätze entscheidend: Sie stärken Orientierung, Sicherheit und Kontinuität für Patient:innen.

    Der Förderpreis wird in diesem Jahr zum 14. Mal vergeben. Schirmherr ist Stefan Schwartze, MdB, Patientenbeauftragter der Bundesregierung.

    Die Preisverleihung findet am 09.09.2026 im Rahmen des Hamburger Gesundheitswirtschaftskongresses statt. Preisträger ist das Projekt „ePROtect: Kontinuierliche Begleitung krebskranker Kinder“ der Medizinischen Universität Innsbruck.

    Patient Journey sichtbar machen: Visuelle Therapiepläne in der Krebsmedizin

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    Dr. Helena Jambor über bessere Verständlichkeit, mehr Therapietreue und Kommunikation auf Augenhöhe

    Einfache Zeichen auf einem Zeitstrahl helfen Krebs-Patient:innen besser zu verstehen, was bei ihrer Behandlung wann, wo und wie auf sie zukommt. Diese „visuellen Therapiezeitpläne“ des Nationalen Zentrums für Tumorerkrankungen am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden (NCT/UCC) machen die eigene Patient Journey, den Weg durch die Behandlung mit ihren unterschiedlichen Stationen, leichter verständlich – und erleichtern die Kommunikation zwischen Behandelnden und ihren Patient:innen enorm. Das macht sich im übrigen auch besonders auch bei Sprachbarrieren bemerkbar und hat die Jury des Lohfert-Preises 2026 überzeugt, dem Projekt eine lobende Erwähnung auszusprechen.

    „Die Sprachbarrieren können absolut fantastisch überbrückt werden mit visuellen Hilfen. Es ist nachgewiesen, dass es hervorragend funktioniert.“ (H. Jambor)

    Das Interview im Einzelnen

    2:20 – Was sind visuelle Therapiepläne – und was können sie? Therapiepläne bieten Orientierung und Sicherheit

    4:24 – Wie entstand die Idee zu den visuellen Therapieplänen? Über biografische Prägung hin zur Datenvisualisierung und die Tätigkeit am NCT Dresden

    8:19 – Können Therapiepläne Therapietreue und Sicherheitsempfinden fördern? Ob am Kühlschrank, im Portemonnaie oder bei den Verwandten – der Therapieplan ist immer dabei

    „Dieses Sicherheitsempfinden ist sehr stark nach oben gegangen, wenn wir eine visuelle Hilfe hatten.“ (H. Jambor)

    10:22 – Sind die Therapiepläne auch für die Behandlungsteams hilfreich? Visuelle Therapiepläne als Gesprächsleitfaden

    16:12 – Wie lassen sich die Therapiepläne herstellen? Digitalisierung erleichtert die Umsetzung

    19:38 – Wie wird gewährleistet, dass die Symbole von allen verstanden werden? Transparency and Translucency – ISO-Verständlichkeitskriterien und die Erkenntnisse der Risikokommunikation

    21:40 – Inwiefern tragen Therapiepläne zu einer besseren Patient Journey bei – und welchen Nutzen haben sie für die Ärzt:innen und das Pflegepersonal

    22:24 – Sind die visuellen Therapiepläne auch für andere Einrichtungen beziehungsweise Erkrankungen anwendbar? Über ihre weitere Nutzung in der Medizin und ihre Vorteile 

    25:52 Was erwartet Dr. Jambor für die Zukunft?

    Interessante Links

    JAMIA, Communicating cancer treatment with pictogram-based timeline visualizations : https://academic.oup.com/jamia/article/32/3/480/7958420#500417834

    PM der NCT/UCC Dresden : https://www.nct-dresden.de/de/das-nctucc-dresden/newsroom/aktuelles/infografik-statt-text-studie-zeigt-dass-visuelle-hilfen-entscheidungskompetenz-bei-komplexen-krebstherapien-erhoehen

„Dicke Bretter bohren“ – Heinz Lohmann über Wandel, Weitsicht und die Rolle der Christoph Lohfert Stiftung für mehr Patientenorientierung

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👉 Warum braucht man im Gesundheitswesen manchmal dicke Bretter – und was haben Patient:innen davon?
👉 Welche Rolle spielen Stiftungen, wenn es darum geht, echte Veränderungen anzustoßen?
👉 Und wie kann Kunst dazu beitragen, dass wir die Dinge mal aus einer anderen Perspektive sehen?

Prof. Heinz Lohmann erzählt im Gespräch, warum Patient:innen heute die Chance haben, zu Co-Therapeuten zu werden – und was die Christoph Lohfert Stiftung seit 15 Jahren dazu beiträgt.

Im Einzelnen:

[01:32] Der gemeinsame Antrieb von Prof. Heinz Lohmann und dem Stifter Dr. Christoph Lohfert: Die Rolle der Patientinnen und Patienten stärken

[03:16] Ob mit Flyer oder Handy: Das Ziel bleibt gleich – die Menschen auf ihrem Weg durch das Gesundheitssystem stärken

[05:27] Ein persönliches Anliegen zum Wohle der Gesellschaft verstetigen – zur Zusammensetzung der Stiftungsgremien und die Funktion eines Förderpreises für langfristige Sichtbarkeit

[10:55] „Dicke Bretter bohren“ – wie sich das Wissensgefälle auf die Beziehung zwischen Patient:in und Arzt auswirkt

[14:52] Wie der medizinische Fortschritt die Rolle der Patientinnen und Patienten verändert und die Digitalisierung Patient:innen auf ihrem Weg zwischen ambulanter und stationärer Behandlung hilft

[16:46] Angebot und Nachfrage: Warum auch das Gesundheitswesen als Wirtschaft zu begreifen ist, der Lohfert-Preis zum Gesundheitswirtschaftskongress gehört – und warum die Akteure in der Gesundheitswirtschaft in einer besonderen Beziehung zueinander stehen

[23:28] Über die prämierten Projekte des Lohfert-Preises

[25:19] Über Effektivität und Effizienz im Gesundheitswesen, warum Patient.innen durch den medizinischen Fortschritt eine aktivere Rolle im Gesundungsprozess einnehmen, wie Patientenmanagement die Patient:innen dabei begleiten kann und was die sogenannte „Patientenreise“ für die Christoph Lohfert Stiftung zum Thema macht

[29:31] Je spezialisierter, desto enger der Blick – wie Kunst auf dem Gesundheitswirtschaftskongress Perspektivwechsel und Weitsicht ermöglicht und warum Heinz Lohmann experimentelle Kunstwerke besonders schätzt

[33:57] Über den Mail Art Künstler Hans Braumüller und die Heinz und Ulla Lohmann Stiftung für experimentelle Kunst

[38:18] Öffentlichkeitsarbeit für experimentelle Kunst und die Frage „Was soll das?“

[40:45] Was macht eigentlich Stiftungen so attraktiv? Über die Rolle der Stiftungen in unserer Gesellschaft

 [44:48] Über ehrenamtliches Engagement und das eigene Stiftungsengagement – und warum es gut ist, auch die kleinen „Off“-Orte zu besuchen

Uwe Platzbecker, Patrick Emmerlich: Wie funktioniert das Nachhaltigkeitsmanagement am UK Dresden

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Das Potenzial ist da! Wie die Mitarbeitendeninitiative CARUS GREEN Nachhaltigkeit zum Topthema macht

Das Projekt „Carus Green – Nachhaltigkeit und höhere Umweltverträglichkeit“ am Universitätsklinikum Dresden hat den Lohfert-Preis 2025 gewonnen – und steht für über 50 konkrete Maßnahmen, die den Klinikalltag umweltfreundlicher machen. Im Podcast sprechen wir mit Prof. Dr. Uwe Platzbecker, medizinischer Vorstand, und Projektkoordinator Patrick Emmerlich über den Weg vom Trainee-Projekt zur Klinikbewegung.

Das Interview im Überblick: 

1:49 – Ist das Carus Green Team Ihr Dreamteam?

„Also ich würde das absolut bejahen. Wir brauchen aber, um in diesem Bereich die Zukunft zu gestalten, noch weitere Dreamteam-Mitglieder.“ (Prof. Platzbecker)

03:08 – Inwiefern begleitet Sie das Thema Nachhaltigkeit als Klinikleitung – und warum ist es so wichtig?

„Auch die kleinen Dinge können am Ende dann Großes bewirken. Das ist zumindest unser Credo.“ (Prof. Platzbecker)

„Wir wollen ein atmendes System der Nachhaltigkeit am Klinikum formieren.“

05: 48 – Was bedeutet „Klimaschutz ist Gesundheitsschutz“ im Kontext eines Krankenhauses?

„Beide Ziele sind untrennbar miteinander verbunden und essenziell für eine nachhaltige und gesunde Zukunft.“ (Prof. Platzbecker)

07: 48 – Wie wurde aus einem interdisziplinären Traineeprojekt das Carus Green Team?

„Wie können wir ressourcenschonend im Kontext von Spitzenmedizin und Spitzenforschung agieren?“ (Patrick Emmerlich)

10:18 – Wie ist die Arbeit des Carus Green Teams heute organisiert?

„Energieeinsparungen über die gesamten OPs hin gerechnet von 40 MWh pro Jahr, einige 10.000 Euro an Stromkosten, die man spart, aber natürlich auch CO2-Emissionen in Höhe von circa zwölf Tonnen pro Jahr.“ (Patrick Emmerlich)

12:35 – Was motiviert die Mitarbeitenden, sich für Nachhaltigkeit einzusetzen?

14:00 – Wie sieht nachhaltiges Handeln konkret im Klinikalltag aus?

„Ideal ist es, wenn die Leute aus ihrem Fachbereich selbst heraus Potenziale erkennen und diese dann innerhalb ihres Arbeitsumfelds umsetzen.“

16:13 – Kann ein nachhaltiges Krankenhaus auch Patient:innen zu nachhaltigerem, gesünderem Verhalten bewegen?

19:13 – Spielt Nachhaltigkeit eine Rolle in der Führungskräfteentwicklung?

20:49 – Gibt es Unterschiede zwischen den Generationen beim Thema Nachhaltigkeit?

„Das Entscheidende ist aber, dass „die Alten“ jetzt nicht  auch plötzlich zu Aktivisten werden, sondern dass sie die, die Aktivisten sind und die besten Ideen haben, nämlich „die Jungen“, machen lassen.“ (Prof. Platzbecker)

22:12 – Beispiele für nachhaltige Maßnahmen am UKD

28:18 – Grüner Campus als Lernort für Biodiversität

„… das ist ja unser Ansatz: Wir leben vor, wir zeigen, dass wir auch innerstädtisch Schmetterlingen, Bienen und anderen Insekten einen Lebensraum bieten können.“ (P. Emmerlich)

30:29 – Wo liegen die größten Herausforderungen? Was können andere Kliniken lernen?

„Es ist großes Potenzial da, und zwar unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Und dieses Potenzial, gerade im Bereich Umweltschutz, Nachhaltigkeit, das gilt es zu heben.“ (Prof. Platzbecker)

36:56 – Wie gehen Sie mit Widerständen um?

43:17 – Vision für 2045?

„… das schaffen wir nur gesamtgesellschaftlich, alle zusammen. … da können wir im besten Fall als großes Unternehmen mit Vorbildwirkung aktiv sein“ (Patrick Emmerlich)

Gesundheitsförderung an Schulen: Mia Schafmeister im Interview

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Wie frühe Prävention gelingt – über das Projekt „Gesunde Schule“ der Hamburgischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung

Resilienz aufbauen, gesunde Ernährung lernen, Bewegungsfreude entwickeln – effektive Gesundheitsbildung bei Kindern legt den Grundstein für lebenslange gesunde Verhaltensweisen. Schulen sind zentrale Orte, an denen genau dies unterstützt werden kann. Hier setzt die Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. (HAG) mit dem Projekt „Gesunde Schule“ an.

Das Interview im Überblick

Was ist die HAG?

[01:59] Mia Schafmeister über die Arbeit der HAG als landesweites, unabhängiges und gemeinnütziges Kompetenzzentrum für Gesundheitsförderung in Hamburg; finanziert aus Mitteln der Sozialbehörde, aus Projektmitteln der gesetzlichen Krankenkassen, von anderen Trägern und durch Mitgliedsbeiträge

Seit wie viel Jahren gibt es das Projekt und wie entstand die Idee dazu?

 [04:01] Mia Schafmeister über das Projekt „Gesunde Schule“; gegründet 1998 in Kooperation mit dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI); gefördert durch die Sozialbehörde und durch Mittel der gesetzlichen Krankenkassen.

Welche Handlungsfelder gibt es in diesem Projekt für die Schulen?

 [05:11]

  1. Bewegungsförderung

  2. Sicherheit

  3. Schulverpflegung und Ernährungsbildung

  4. Stärkung psychosozialer Kompetenzen und Persönlichkeitsentwicklung

  5. Gewaltprävention

  6. Stressprävention

  7. Suchtprävention

  8. Gestaltung des Schulgeländes

  9. Gesundheit der Lehrkräfte und des Schulpersonals.

 [06:13] Konkrete Projekte wie die Einführung von Streitschlichter:innen im Handlungsfeld Gewaltprävention

Wie können Schulen teilnehmen?

 [08:25 ] Mia Schafmeister darüber, wie viele Schulen bereits in ganz unterschiedlicher Form gesundheitsfördernde Projekte umsetzen und welche Voraussetzugen dafür nötig sind

Wie sieht die Unterstützung durch die HAG aus?

[10:05] Mia Schafmeister über die Netzwerk-Arbeit der HAG in Kooperation mit dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung

Was die Projekte ausmacht

[11:31 ] Mia Schafmeister über Partizipation

Über Gesundheitskompetenz im Besonderen und frühe Förderung

[12:47] Mia Schafmeister über die Frage, warum das Thema Gesundheitskompetenz so wichtig ist und wie Kinder als Multiplikator:innen in die Familien wirken

Über die Anforderungen für eine Auszeichnung als „Gesunde Schule“

[14:39] Mia Schafmeister zu der Dokumentation, die von den Schulen erstellt wird.

 [17:22] Über 60 angemeldete Schulen 

Über Finanzierungsmöglichkeiten von Projekten und den Vergabeprozess

 [18:13] Mia Schafmeister über die beratende Funktion der HAG bei Fragen der finanziellen Unterstützung

Spielt der Klimawandel oder die Anpassung an den Klimawandel eine Rolle?

[21:56 ] Mia Schafmeister über Nachhaltigkeit als Querschnittsthema und entsprechende Projekte zur Umgestaltung des Schulhofs oder vegetarische Speisen

[23:23 ] Das Projekt Tellerreste-Messaktion.

Wie gehen Sie auf die Gesundheit der Lehrkräfte und des Schulpersonals ein?

[26:42] Mia Schafmeister über das Handlungsfeld Gesundheit der Lehrkräfte und den „Personal-Gesundheitstag“

In welchen Handlungsfeldern sind die Schulen am aktivsten?

[20:21] Mia Schafmeister über das Handlungsfeld Bewegungsförderung am Beispiel von Bewegungscoaches

Thomas Voß über GREEN Hospitals – wie Krankenhäuser ökologischer werden

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Über Hebel und Highlights bei der Einführung eines EMAS-Umweltmanagementsystems

Thomas Voß hat mit der LWL-Klinik Münster als erstem psychiatrischen Fachkrankenhaus in Deutschland eine EMAS-Validierung erreicht. Inzwischen sind 26 Jahre vergangen – das EMAS der LWL-Kliniken wird kontinuierlich weiterentwickelt und Thomas Voß, der ehemalige kaufmännische Direktor, ist inzwischen im Ruhestand. Aber er engagiert sich weiter für die ökologische Nachhaltigkeit in der stationären Versorgung.

Besonders wichtig ist ihm die Umstellung der Essensversorgung, weg von Convenience hin zur Frischküche mit regionalen und Bio-Produkten. Dabei denkt er nie nur an die Patient:innen, sondern auch an die Belegschaft, denn, so sein Credo: „Das Mitnehmen der Beschäftigten war für mich immer das A und O.“ Wir haben mit ihm über seine Erfahrungen gesprochen, warum er auch heute noch das umfassendere EMAS dem Energiemanagement nach ISO 50001 vorzieht, wieso ihn EMAS immer gut schlafen ließ und worauf es wirklich ankommt.

Das Interview im Überblick:

01:47: Wie es dazu kam, dass Thomas Voß das erste EMAS in einem psychiatrischen Fachkrankenhaus eingeführt hat

03:39: Wie EMAS zur Systematisierung der bis dahin einzelnen Maßnahmen beigetragen hat

04:40: Was Thomas Voß besonders geprägt hat: die Erfahrung, wenn die Belegschaft begeistert mitmacht

06:45: Über die Überzeugungsarbeit, die es brauchte, um die Akzeptanz für das das EMAS tatsächlich auch bei allen Beschäftigten zu erreichen

10:55: Thomas Voß über die Frage, welche Bedeutung das Thema ökologische Nachhaltigkeit zurzeit in den Kliniken besitzt und warum es nicht nur auf technisch-bauliche Maßnahmen ankommt

12:44 :  Thomas Voß über die größten Umweltbelastungen, die von Krankenhäusern ausgehen, über die Maßnahmenfelder, mit denen Verantwortliche im Krankenhaus konfrontiert sind und mögliche „low hanging fruits“

15:02: Thomas Voß über einen der größten Hebel, CO2 zu reduzieren: die Ernährung im Krankenhaus

18:08: EMAS, ISO 14000 oder ISO 51000? Thomas Voß über die Unterschiede der Managementsysteme und die Vorteile von EMAS

22:39: Über das Vorgehen, ein EMAS zu implementieren – und die finanzielle Frage

26:25: Über die Frage, welche Handhabe eine neue  Bundesregierung hat, die bestehenden regulatorischen Anforderungen an die Krankenhäuser zu reduzieren – über die neue CSRD-Berichtspflicht und was ein Umweltmanagement-Handbuch ist

30:40: Inwiefern EMAS hilft, die unterschiedlichen Genehmigungen im Blick zu behalten, über die Erstellung eines Rechtskatasters und warum das Thomas Voß während seiner aktiven Zeit als kaufmännischer Direktor gut schlafen ließ

32:12: Und wie hält man ein Umweltmanagementsystem „lebendig“? Über den kontinuierlichen Verbesserungsprozess und einen unerschöpflichen Ideen-Fundus der Beschäftigten

33:28: Thomas Voß über die Arbeit der BioMentor:innen

36:00: Über die Arbeit der Jury für den Lohfert-Preis und die Kriterien, die für Thomas Voß am wichtigsten sind

38:32: Thomas Voß zum Krankenhaus der Zukunft, wenn Deutschland 2045 klimaneutral ist

Nicole Krojer: Klimaschutz ist Gesundheitsschutz!

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Über den ZUKE Green Health Kongress 2025

Vernetzen und Wissen teilen: ZUKE bringt die GREEN HOSPITAL-Community zwei Tage lang in 22 Sessions mit mehr als 80 Speakern zusammen.

Der ZUKE Green Health Kongress hat schon fast Tradition, und das Thema boomt. Nachhaltigkeit ist in der Gesundheitsversorgung angekommen. Anders als der aktuelle politische Diskurs denken lässt, hat Nachhaltigkeit zumindest unter Führungskräften in Krankenhäusern eine hohe Relevanz. Der große Nachholbedarf in diesem Sektor, der in Deutschland für ca. fünf Prozent der jährlichen CO2-Emissionen verantwortlich ist, wird immer deutlicher. Gleichzeitig steigen die regulatorischen Anforderungen, das unternehmerische Handeln auf Nachhaltigkeit zu überprüfen.

Was nun zu tun ist, welche Chancen und Risiken sich für Kliniken auf dem Weg zu nachhaltigem Wirtschaften ergeben – darüber diskutieren Führungskräfte, Expert:innen  und Klinikmitarbeitende am kommenden ZUKE – Kongress am 26. und 27. November. Der Online-Kongress, der für Klinikmitarbeitende kostenlos ist, findet bereits zum vierten Mal statt. Der diesjährige Fokus soll auf „transformativen und praxiserprobten Lösungen für ein nachhaltigeres Wirtschaften und Praktizieren in Kliniken“ liegen.

Mehr zum Kongress unter: https://kongress.zuke-green.de/

Zum Lohfert-Preis 2025: https://www.christophlohfert-stiftung.de/panorama/fuer-lohfert-preis-2025-bewerben/

Das Interview im Überblick:

01:56 – Über die Anfangsjahre von ZUKE: von der Notwendigkeit zur  Digitalisierung hin zu Nachhaltigkeit

04:45 – Die ZUKE Green Community bietet ein Netzwerk für die über 80 Nachhaltigkeitsbotschafter:innen und Nachhaltigkeitsmanager:innnen in Klinken sowie – ganz neu – eine Plattform für die Zulieferer und Partnerunternehmen der stationären Gesundheitsversorgung.

07:07 – Über den Aspekt der Wirtschaftlichkeit als Voraussetzung für jede nachhaltige Transformation und die „Krise als Chance“

08:16  – Über den Kongress als Online-Event mit 70 Speakern und über 500 Teilnehmenden, die sich – je nach Bedarf – zu verschiedenen Panels und sog. „Netzwerktischen“ zuschalten können. Alle Sessions sind im Anschluss an den Kongress noch zwei Monate lang abrufbar. Orientierung bieten die Cluster Initiativen-Navigator über Fördermöglichkeiten / Weiterbildungs-Navigator /Kongress-Navigator

11:18 – Darüber, dass Nachhaltigkeitsmanager:innen allein in der Klinik wenig bewegen können

13:27 – Über den Begriff „transformative Lösungen“

15:59 – Über die Freude am Vernetzen und ein besonderes Projekt – Über die Herausforderungen, ein neues Kreislaufsystem innerhalb der „alten“ Regulatorik zu entwickeln

18:57 – Übers digitale Vernetzen

IPSTA in der Kinderkardiologie: Wie interprofessionelle Zusammenarbeit Fachkräfte und Patientensicherheit stärkt

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„IPSTA sollte selbstverständlich sein“ – dank besonderen Sicherheitskonzepts bildet das UK Bonn sogar auf der kinderkardiologischen Intensivstation interprofessionell aus

Es gibt sie noch nicht in jedem Krankenhaus, aber wo es sie gibt, überzeugen sie alle Beteiligten – die interprofessionellen Ausbildungsstationen. Dort lernen Pflegeauszubildende und Medizinstudierende gemeinsam den Alltag der jeweils anderen Berufsgruppe und die Vorteile von interprofessioneller Zusammenarbeit kennen. Durch die eigenverantwortliche Betreuung ausgewählter Patient:innen unter interprofessioneller Anleitung erfahren die Lernenden zudem eine psychologische Sicherheit, die sich für Lernende und Uniklinikum gleichermaßen bezahlt macht: Viele ehemalige IPSTA-Absolvent:innen arbeiten später im Kinderherzzentrum. Auch auf der kinderkardiologischen Intensivstation, einem besonders sensiblen und anspruchsvollen Aufgabengebiet, sieht man darin eine Chance, neue Fachkräfte zu gewinnen – und zu halten.

Das Projekt „Kinder-IPSTA – Interprofessionelle Ausbildungsstationen in der Kinderkardiologie“ am Universitätsklinikum Bonn wurde von der Jury des Lohfert-Preises 2024 lobend erwähnt. Wir haben mit der Projektleiterin und Oberärztin Dr. Anthea Peters und der Lernbegleiterin und Kinderkrankenschwester Christina Kariyawasam gesprochen.

Das Interview im Überblick:

01:20 – Über interprofessionelle Ausbildungsstationen, auf denen Auszubildende verschiedener Berufsgruppen zusammen auf Station „praktisch am Patienten lernen“ – sie tragen gemeinsam über drei Wochen Verantwortung für die Patientenversorgung, indem sie die Patient:innenen im besten Fall von der Aufnahme bis zur Entlassung betreuen.

02:40 – Die Bonner Kinder-IPSTA geht auf die Heidelberger HIPSTA zurück  – mit Anpassungen an das Fach Kinderkardiologie

03:13 – Über interprofessionelle Kompetenz und die Kompetenz zur interprofessionellen Kommunikation

04:15 – Ein typischer Tag auf einer interprofessionellen Ausbildungsstation – grundsätzlich in Begleitung einer pflegerischen und medizinischen Lernbegleitung

07:32 – Über die Frage, ob interprofessionelle Aufnahmen und Visiten zwischen Pflege und Medizin nicht prinzipiell erstrebenswert wären

09:15 – Patientensicherheit ist oberstes Gebot – über die IPSTA auf der Intensivstation

13:54 – Über die Frage, inwiefern interprofessionelle Zusammenarbeit die Arbeitsdynamik und das Teamgefühl verändert und den schönen Effekt, dass viele ehemalige IPSTA-Teilnehmende nach der Ausbildung auf den Kinderkardiologischen Stationen arbeiten möchten (Auf einer Station haben in fünf Jahren 13 Pflegekräfte, die ehemals aus der IPSTA kamen, angefangen zu arbeiten).

15:20 – Zum Fachkräftemangel auf der Kinderintensivstation und die Sicherheit im Umgang auch mit schweren Erkrankungen, die IPSTA schon vor Arbeitsbeginn vermitteln kann

17:32 –  Über den Faktor Zeit und Personal im Projekt

19:42 – Nachmachen empfohlen! Über die Projektanfänge, die vielen Beteiligten und die größten Herausforderungen

22:41 –  Auch nach manchmal anfänglicher Skepsis – über die durchweg positiven Rückmeldungen der Patient:innen und ihrer Eltern

25:51 – Über Wünsche für die Zukunft

27:43 –  Last but not least: Über die weltweit erste IPSTA auf einer kinderkardiologischen Intensivstation

Ergo-ITS – Empowerment für die Intensivpflege

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Intensivpflege gesünder gestalten – körperliche Belastung reduzieren!

Ein Interview mit Dr. Stefan Waßmann und Stefanie Mewes von der Universitätsmedizin Magdeburg.

Dauerhaft schwer zu tragen, macht krank. Schon das Heben eines Gewichts von drei Kilo kann zu Schmerzen und Verschleiß führen. Was das für Pflegekräfte bedeutet, liegt auf der Hand: Heben, Umlagern, Anziehen auch komplett immobiler Patient:innen gehört zu einer der häufigsten Tätigkeiten von Pflegepersonen. 

Dementsprechend häufig sind auch Fehltage aufgrund von Muskel- und Skeletterkrankungen. Das ist auch auf den Intensivstationen der Universitätsmedizin Magdeburg so. Um die körperlichen Belastungen für die Pflegekräfte zu verringern, haben der Arbeitspsychologie Dr. Stefan Waßmann und Stefanie Mewes vom Betrieblichen Gesundheitsmanagement des Uniklinikums das Projekt „Ergo ITS – Empowerment für die Intensivpflege“ durchgeführt. Die Jury des Lohfert-Preises hat das Projekt lobend erwähnt.

Das Interview im Überblick

01:57 – Über das Projekt „Ergo-ITS – Empowerment für die Intensivpflege“ und darüber, wie körperliche Entlastung der Pflegekräfte zu einer Win-Win-Situation für Personal und Patient:innen gleichermaßen führen kann.

03:15 – Warum das Projekt mehr ist, als das Arbeitsschutzgesetz verlangt  – von der gemeinsamen Analyse und Beobachtung der Pflegenden während der drei Schichtdienste pro Tag und die Identifikation von 28 potenziell gefährdenden Teiltätigkeiten.

06:13 – „Heben, Halten und Tragen“ – wie können wir dabei die Pflegekräfte entlasten – über die einzelnen Projektschritte: Vorstellung der Analyseergebnisse und Diskussion möglicher Maßnahmen mit allen Beteiligten (soweit möglich).

08:40 – Wer hat mitgemacht? Über die (interprofessionelle) Einbindung der Mitarbeitenden in den unterschiedlichen Phasen des Projekts, die praktische Frage, wer alle Daten erhebt und zusammenträgt und den gemeinsamen Maßnahmenkatalog, der am Ende entstanden ist.

11:55 – Über konkrete Maßnahmen auf den einzelnen Stationen: von Stillstühlen und Tragesystemen für Babies über Antirutschmatten bis hin zu Lasermäusen.

15:10 – Über die Frage, inwiefern die umgesetzten Maßnahmen bereits zu Verbesserungen geführt haben und warum es so wichtig ist, das Projekt gemeinsam mit den Mitarbeitenden vor Ort umzusetzen.

17:50 – Über die Akzeptanz technischer Maßnahmen, wenn sie von Kolleg:innen empfohlen werden.

19:47 – Über weitere Maßnahmen auf der organisationalen und personenbezogenen Ebene wie kinästhetische Schulungen, Fitnesskurse im BGM, und auch kleine (Prozess-)Änderungen, die Großes bewirken.

26:13 – Vom Operateur, der dem Fachpfleger das Exoskelett abguckt.

27:35 – Über Pläne für andere Klinikbereiche und die Frage, wie sich die AU-Quote senken lässt.

29:00 – … und übrigens: Alle Bereiche können über das Bestellsystem auf die neuen Hilfsmittel zugreifen.

29:45 – Zu der Frage der Kosten …  das Ziel, Fachkräfte zu finden und zu binden und über die Rolle des Personalmarketings.

33:55 – Und wie sieht der perfekte Arbeitsplatz in 20 Jahren aus? Über die Rolle von KI und Robotern.

Alexander Fischer: Wie trägt der Gesundheitskiosk zu Patient Empowerment bei?

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Niederschwellig, mehrsprachig, kostenlos – das Konzept des Gesundheitskiosks will den Zugang zur Gesundheitsversorgung für Menschen in prekären Situationen und benachteiligten Stadtteilen erleichtern. Obwohl evaluiert und für gut befunden, hapert es bei der Finanzierung. Dabei hätte das Konzept das Potenzial, nicht nur die Gesundheit sozial und finanziell schwächer gestellter Bürger:innen zu verbessern, sondern diese auch zu mehr Teilhabe an der Gesellschaft zu befähigen.

Darüber und inwiefern die Kioske mit ihren Beratungs- und Unterstützungsangeboten zu Patient Empowerment beitragen, haben wir mit Alexander Fischer gesprochen. Er ist Geschäftsführer der Gesundheit für Billstedt/Horn und hat inzwischen fünf Gesundheitskioske in Hamburg aufgebaut.

Das Interview im Überblick

01:26 – Alexander Fischer über Kioske in seiner Kölner Zeit

02:26 – Über die Entstehung der Gesundheitskioske in Hamburg und Alexander Fischers Rolle dabei

04:21 – Über die Frage, was einen Gesundheitskiosk ausmacht – es ist nicht nur die Lage, die einfach erreichbar sein muss, es geht auch darum, dort ohne Termin willkommen zu sein und  „dass man jeden Menschen wohlwollend begrüßt.“  

05:31 – Über die Frage, wer den Gesundheitskiosk mit welchen Anliegen nutzt

06:49 – Über das spezielle Beispiel zweier Schulkinder und die Tatsache, dass Menschen mit einem geringeren Bildungsstand es auch schwerer haben, „Manager“ der eigenen Gesundheit zu sein

08:38 – Über die Frage, wie viele Menschen von den Hamburger Gesundheitskiosken profitieren und über den – immer knappen, aber so nötigen – Faktor Zeit und Personal bei der Unterstützung von Patient.innen

10:45 – Über die Kompetenzen von Advanced Practice Nurses

12:36 –  Viele Menschen, besonders diejenigen mit sprachlichen oder intellektuellen Hürden, sind benachteiligt. Über zwei persönliche Beispiele

14:14 – Über die Frage, wie der Gesundheitskiosk dazu beiträgt, die Menschen zu befähigen, selbst auf ihre Gesundheit zu achten, ein Plädoyer für „Hilfe zur Selbsthilfe“ und dafür, dass strukturelle Veränderungen und mehr Ressourcen notwendig sind, um langfristig Patient-Empowerment zu ermöglichen.

17:37 – Über die Kosten, die Herausforderungen des demographischen Wandels und der Notwendigkeit nachhaltig präventiver Ansätze

18:45 – Über die Frage, wie die Integration von Innovationen ins Gesundheitssystem gelingen könnte

21:38 – Über die Öffnungszeiten des Gesundheitskiosk, was das mit der schwierigen Finanzierung zu tun hat und was Gesundheitskiosk und Notaufnahme gemeinsam haben.

23:06 – Über die Präventionskurse der Krankenkassen als Instrument des Patient Empowerment sowie die kleinen Stellschrauben, die Großes bewirken können – wie bei der Seniorenherzsportgruppe

26:40 – Über das Konzept der Bezugspflege, die Bedeutung eines konstanten Personalstamms

29:51 – Über die Herausforderungen, Personal zu gewinnen und zu halten und die Frage, warum es eigentlich so wenig Farsi sprechende Pflegekräfte gibt

33:05 – Über die Finanzierung eines Gesundheitskiosks und die Herausforderungen, die der Versichertenbezug der Krankenkassen für einen populationsorientierten Versorger mit sich bringt

39:15 – Über die Kooperation mit einer Klinik für die poststationäre Versorgung von 116 Patient:innen mit Herzinsuffizienz, die Vermeidung von sogenannten „care gaps“ und die Vorzüge von Arzt-Pflege-Tandems

41:25 – Alexander Fischers Vision für 2045

„Ich finde es eine schöne Vision, wenn wir versuchen, die vielen Ressourcen, die dieses Land hat, dort einzusetzen, wo sie am meisten benötigt werden.“

Interview zum Lohfert-Preis 2024: Führen interprofessionelle Teamtrainings tatsächlich zu weniger Fluktuation?

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Über den Lohfert-Preis 2024 für „SICKO-Sicherheit in der Kinderonkologie“ der Medizinischen Hochschule Hannover

Was ist das Besondere an SICKO? Inwiefern stärkt es das Personal der Kinderonkologie? Warum kann es zur Fachkräfte-Gewinnung beitragen? Und was hat das alles mit Patientensicherheit zu tun? Das fragen wir das Preisträgerteam des Lohfert-Preises 2024, Dr. Urs Mücke und Anna-Lena Herbach, in unserer neuen Podcastfolge.

Die Themen im Überblick:

 1:18 – Was ist die Idee von SICKO?

Die Kinderonkologie ist ein hochspezialisiertes Arbeitsumfeld mit vielen emotionalen und technischen Herausforderungen. Gelingende interprofessionelle Teamarbeit ist dabei besonders wichtig. „Das, was im Fußball, Handball und der Luftfahrt schon gut funktioniert, nämlich gemeinsam zu trainieren, sollte auch für Mitarbeiter:innen in der Kinderonkologie funktionieren.“

 

2:45 – Beitrag zur Stärkung und Bindung des Personals

Ein gut aufgestelltes, interprofessionelles Team, das einander „psychologische Sicherheit“ gibt, kann besonders in Belastungsspitzen besser zusammen arbeiten.

3:56 – Innovationen von SICKO

Besonders innovativ ist die Stärkung der Pflegekräfte als Lehrende. Sie erleben ihre Kompetenz und berufliche Autonomie stärker, was die Motivation und Zufriedenheit stärkt.

 4:31 – Workshopangebote

– SICKO Classic: Zwei-Tages-Workshop für bestehende Teams mit Fokus auf Notfallsituationen, Simulationen und Kommunikation.

– SICKO Mobil: Mobile Variante, bei der das SICKO-Team die Kliniken besucht.

– SICKO Junior: Ein-Tages-Workshop für Medizinstudierende und Auszubildende der Pflege.

– SICKO Digital: Zeit- und ortsunabhängige Inhalte auf der Homepage www.sicko-training.de.

– SICKO Train-the-Trainer: Ausbildung von Mitarbeiter:innen als Trainer:innen in ihrer Einrichtung.

 7:56 – Verbesserung der Versorgungssicherheit

Durch die Anwendung der SICKO-Instrumente wie Checklisten und Briefings verbessert sich die Sicherheit und Qualität bei Prozeduren wie der Lumbalpunktion.

 13:16 – Train-the-Trainer Konzept

Künftige Trainer:innen absolvieren zunächst den SICKO Classic Workshop und integrieren das Programm anschließend in ihren Kliniken. „Pflegekräfte und ärztliche Mitarbeitende fühlen sich nach den Didaktiktrainings gestärkt und sicherer in ihrer Rolle als Trainer:in.“

 16:02 – Workshopangebot und Teilnahme

Das SICKO-Kernteam bietet jährlich mehrere Workshops an, gefördert von der Deutschen Kinderkrebsstiftung. Mehr Informationen unter www.sicko-training.de.

 18:14 – Vernetzung und Austausch

Ein Alumni Club ermöglicht den Austausch und die Vernetzung der Teilnehmenden.

 19:19 – Auswirkungen auf Fluktuation und Bewerbungen

„Wir sind die Abteilung, die sich insbesondere im Bereich der Pflegekräfte keine Personalsorgen machen muss.“ Nach den Workshops sind die Teilnehmenden motiviert und entwickeln Ziele für ihre Arbeit.

 21:01 – Zusammensetzung der Workshops

Beim Classic Workshop nehmen sechs Pflegende und sechs ärztliche Mitarbeiter:innen teil, begleitet von drei bis vier Trainer:innen.

 23:54 – Zukünftige Schritte

Geplant sind der Ausbau des Digitalangebots, ein Podcast und die Evaluation der Train-the-Trainer-Aktivitäten sowie eine Fortbildung im Bereich der Resilienz.