An der Beziehungs- und Bindungsfähigkeit arbeiten, die eigenen Bedürfnisse und die seines Kindes wahrnehmen – die Mutter-Kind-Tagesklinik in Dresden bietet einen geschützten Raum, in dem psychisch erkrankte Frauen vor und nach der Geburt psychologische und medizinische Behandlung, Begleitung und Unterstützung in der Bindung zu ihrem Kind erfahren. Die Klinikdirektorin Prof. Dr. Kerstin Weidner im Interveiw mit Tanja Brunner von der Christoph Lohfert Stiftung.
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Patient im Mittelpunkt! Über neue Wege im Gesundheitswesen.
Anne Karow über die integrierte und koordinierte Versorgung von Menschen mit schweren psychotischen Erkrankungen im „Hamburger Modell“
Langfristig, evidenzbasiert, sektorenübergreifend: Das neue Lohfert-Preis-Projekt ist ein Lichtblick für Menschen mit schweren psychotischen Erkrankungen. Die flexible, bedarfsadaptierte Behandlung in multidisziplinären Teams mit primären Bezugstherapeuten gewährleistet eine Beziehungskontinuität, die nicht an Sektorengrenzen Halt macht.
Dranbleiben, zur Not auch unangemeldet Zuhause vorbeifahren (sofern der oder die Erkrankte dem zuvor generell zugestimmt hat) – für den Erfolg des mit dem Lohfert-Preis ausgezeichneten Projekts spielen feste multidisziplinäre Bezugsteams eine Schlüsselrolle für die langfristige Genesung psychisch schwer erkrankter Menschen. Wir haben mit Prof. Anne Karow über diese Art der sektorenübergreifenden und vernetzenden Versorgung gesprochen, über deren Wirksamkeit und Erfolge sowie über die Hürden, die sich hierzulande für flexible Versorgungsformen ergeben.
Konrad Reinhart: Sepsisbekämpfung braucht nationalen Aktionsplan
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mso-fareast-language:EN-US;}Trotz Impfungen, Antibiotika und Intensivmedizin gibt es
jährlich ca. 70.000 Todesfälle durch Sepsis in Deutschland, von denen bis zu 20.000
als vermeidbar gelten. Sepsis, umgangssprachlich als Blutvergiftung bekannt, entsteht,
wenn die körpereigenen Abwehrmechanismen nicht mehr in der Lage sind, eine
Infektion lokal zu begrenzen. Dabei kann es sich um jede Art von Infektion –
von der kleinen Schürfwunde bis hin zur Lungenentzündung – handeln. Das
Wichtigste ist die Früherkennung der Symptome und schnellstmögliche Behandlung.
Volker Amelung über Integrierte Versorgung
Kommunizieren – koordinieren – (Sektoren-)Grenzen
überwindenProf. Dr. Volker Amelung über die Chancen eines
integrierenden GesundheitssystemsAlle ziehen
an einem Seil, nur in unterschiedliche Richtungen – so bezeichnet Prof. Volker
Amelung das gegenwärtige Verhalten der Akteure und Institutionen im
Gesundheitswesen. Der renommierte Experte für Gesundheitssystemforschung
wünscht sich mehr Kommunikation und Koordination aller am Gesundungsprozess
Beteiligten. Er fordert ein Zusammendenken von Gesundheits- und
Sozialversorgung. Das, sowie die Förderung der interprofessionellen Identität
bereits in Ausbildung könnten zu mehr „Value statt Volume“ führen.
Vorausgesetzt, die Ökonomisierung und damit einhergehende Rationalisierung
werden deutlich stärker mit den Interessen der Patient* innen in Einklang
gebracht. Die nämlich bevorzugen eine einheitliche – und einfach zu verstehende
– Behandlung. Das Gespräch fand im Januar 2021 anlässlich der Ausschreibung des
Lohfert-Preises 2021 statt. Mehr unter www.christophlohfert-stiftung.deNormal
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mso-fareast-language:EN-US;}Arzneimitteltherapie – ein schwieriges Feld der Patientensicherheit
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größte Risiko liegt im Sektorenübergang„Ein Gespräch mit Prof. Petra A. Thürmann über das ideale Krankenhaus von
morgen, die Chancen durch die Digitalisierung und interprofessionelle
ZusammenarbeitPatientensicherheit
setzt Sicherheit in der Arzneimittel-Therapie voraus. Diese auch im Krankenhaus
zu gewährleisten, ist die Aufgabe vieler: Ärzte, Apotheker, Pharmakologen,
Therapeuten und der Patienten selbst. Ein weites Feld also. Obwohl – oder eher
weil so viele Berufsgruppen und Einrichtungen daran beteiligt sind, hapert es
an allen Enden und Sektorengrenzen: von der Aufnahme in die Klinik bis zur Entlassung und
ambulanten Weiterbehandlung. Während der Lohfert-Preis 2020 ein Projekt zur
Überwachung der individuellen Medikation auf Intensiv- und geriatrischen
Stationen ins Blickfeld rückt, gibt uns Prof. A Thürmann einen Überblick über die
weiteren notwendigen Verbesserungen.Zur Person
Prof.
A. Thürmann ist auf der systemischen Ebene aktiv. Sie leitet das Helios Center
for Research and Innovation (HCRI) in der Helios-Unternehmensgruppe, ist
Chefärztin des Philipp-Klee-Instituts für Klinische Pharmakologie und Inhaberin
des Lehrstuhls für Klinische Pharmakologie der Universität Witten-Herdecke. Sie
forscht seit Jahren zum Thema Arzneimitteltherapiesicherheit, u.a. zum Thema
Arzneimitteltherapiesicherheit an der Sektorengrenze.