• Patient im Mittelpunkt! Über neue Wege im Gesundheitswesen.

    Bertram Solcher: Welche Rolle spielt Fotografie in der Medizin?

    Medizinfotograf Bertram Solcher über Fotografie im Klinikalltag, visuelle Empathie und warum echte Bilder mehr erzählen als jede KI

    Seit dem ersten Lohfert-Preis begleitet Bertram Solcher innovative Projekte im Gesundheitswesen mit der Kamera. Im Podcast erzählt der Mediziner und Fotograf, wie aus der Beobachtung medizinischer und pflegerischer Prozesse bewegende Bildgeschichten entstehen, welche Begegnungen ihn besonders in Erinnerung geblieben sind und wie er die Patientenorientierung fotografisch sichtbar machen kann.

    „Mir geht es darum, wie im Mikrokosmos Medizin Menschen miteinander interagieren.“

    01:43 –Vom ersten Lichtbild 1826 zum Digital-Bild 2026: Was ist Medizinfotografie? Was macht Bertram Solcher?

    03:52 – „Die goldenen 90er“: Der Weg zur Fotografie und Medizin

    08:36 – Der Mensch im Mittelpunkt der Bilder

    09:37 – Mit Kamera im Klinikalltag

    „Ich habe auch kein Problem, mich mit Menschen auseinanderzusetzen, die in für sie problematischen Situationen sind – und im Bedarfsfall lasse ich auch erstmal die Kamera liegen und unterhalte mich oder bin einfach erstmal nur da.“

    11:04 – Über die depressive Erkrankung seiner Tochter und wie das Lockdown-Fototagebuch zu einer Ausstellung mit der Fürstenberg Foundation führte

    17:13 – Fotografieren im OP: Beobachten, nicht inszenieren

    „Man kann das als Vorteil oder auch als Nachteil sehen: Ich kann mir keine Bilder bauen… Was ich aber kann, ist, Leute arbeiten lassen, und zwar so, wie sie normal agieren und sie dabei zu beobachten. Und das funktioniert.“

    21:40 – Über die Kunst der Vorbereitung und prägende Projekte: Von Frühgeborenen und Demenzkranken

    „Ich möchte Klischees vermeiden und eine Perspektive bieten, die es so noch nicht gegeben hat. Oder zumindest in diesem Zusammenhang noch nicht gegeben hat.“

    26:27 – Der Lohfert-Preis wirkt! Über nachhaltige Erfolge und schwierige Bedingungen

    30:24 – Was unterscheidet Fotografie von KI-generierten Bildern? 

    38:11 – Nicht alles, was das Foto spannend macht, ist auch für die Medizin spannend – und umgekehrt – über die Wirklichkeit als kreativer Moment und die Schönheit der Aortenklappe

    „Die Wirklichkeit ist häufig so viel spannender als alles, was wir uns am grünen Tisch ausdenken können.“

    42:24 – Wünsche für die Zukunft, unser Zusammenleben und die KI als Zeitgeber für mehr Patientenorientierung

    Hamburg, 28.04.2026


    Zur Person

    Bertram Solcher ist Fotograf und Mediziner. Seit mehr als 25 Jahren fotografiert er, angefangen mit Arbeiten für Tageszeitungen, nationale und internationale Magazine wie Stern, GEO oder SPIEGEL. Seit den frühen 2000er-Jahren widmet sich Bertram Solcher der Corporate Fotografie mit den Schwerpunkten Medizin, Wissenschaft und Technik. Bertram Solcher wird von der Agentur Laif vertreten. 

    Sven Goldbach, wie gelingt ambulante Notfallversorgung für schwerstkranke Menschen?

    „Zu Hause ist zu Hause“ – Sven Goldbach ist Co-Projektleiter des Notfall Palliativ Care Team Hamburg, eines Modellprojekts, das schwerstkranke Menschen auch in einem akuten Notfall zu Hause betreuen will.

    Für Menschen am Lebensende ist ein Krankenhausaufenthalt besonders belastend, und oftmals gibt es keine Rückkehr mehr nach Hause. Wäre es nicht möglich, diese Patient:innen in einem akuten Notfall in ihrem gewohnten Umfeld zu versorgen? Wie können wir Krankenhauseinweisungen und Übertherapie noch besser vermeiden?

    In Hamburg gibt es nun eine Antwort darauf: Zusammen mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und vielen weiteren Akteuren entsteht das „Notfall Palliativ Care Team Hamburg“ – ein bislang einzigartiges Modellprojekt zur Notfall-Versorgung von Menschen in palliativer Situation. 

    Ziel dieses Modellprojekts ist es, Patient:innen am Lebensende auch im akuten Notfall dort zu versorgen, wo sie leben – zuhause oder im Pflegeheim – und unnötige Krankenhauseinweisungen sowie belastende Übertherapie zu vermeiden. Immerhin betreffen zwischen drei bis zehn Prozent aller Notarzteinsätze (genaue Zahlen gibt es nicht) Menschen in palliativer Situation; hier soll das neue interprofessionelle Team aus Ärzt:innen und Palliativpflegekräften künftig unmittelbar palliative Hilfe leisten, bis die lokalen Teams der sog. „Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung“ (SAPV) übernehmen. 

    Wir haben mit Initiator und Co-Projektleiter Sven Goldbach über das Notfall Palliativ Care Team Hamburg und das PalliativQuartier e.V. gesprochen.


    Das Interview im Überblick

    [02:02] „Bloß nicht ins Krankenhaus!“ Was steckt hinter diesem Satz?

    [03:28] Wie ist die Notfallversorgung heute organisiert?

    [08:53] Vom PALMA-Bogen bis zu den Roten Händen

    [16:32] Was macht das Notfall Palliativ Care Team anders?

    [22:30] Welche Benefits gibt es? Was erhofft sich das Team für die schwerstkranken Menschen und ihre Angehörigen

    [27:07] Wie sieht die wissenschaftliche Begleitung des Projekts aus, das erstmals Daten zur Notfallaufnahme von Menschen in palliativen Situationen erhebt?

    [33:30] Was passiert beim Start der Testphase am ersten Mai?

    [36:20] Lässt sich das Projekt bundesweit auszurollen? Welche Herausforderungen gibt es auf dem Weg dorthin? Warum lohnt der Blick in andere Länder?  

    [40:30] Was ist PalliativQuartier?

    Über das PalliativQuartier als Ort für sterbenskranke Menschen, an dem sie nicht allein sind und möglichst selbstbestimmt in Gemeinschaft leben und sterben können

    [44:41] Was wünscht sich Sven Goldbach in Bezug auf den Klimaschutz für Deutschland? Was wünscht er sich von der Gesellschaft für das Thema Tod und Sterben?

    Mehr unter https://palliativquartier.de/notfallpalli/

     

    Sven Goldbach, wie gelingt ambulante Notfallversorgung für schwerstkranke Menschen?

    „Zu Hause ist zu Hause“ – Sven Goldbach ist Co-Projektleiter des Notfall Palliativ Care Team Hamburg, eines Modellprojekts, das die schwerstkranken Menschen auch in einem akuten Notfall zu Hause betreuen will.

    Für Menschen am Lebensende ist ein Krankenhausaufenthalt besonders belastend, und oftmals gibt es keine Rückkehr mehr nach Hause. Wäre es nicht möglich, diese Patient:innen in einem akuten Notfall in ihrem gewohnten Umfeld zu versorgen? Wie können wir Krankenhauseinweisungen und Übertherapie noch besser vermeiden?

    In Hamburg gibt es nun eine Antwort darauf: Zusammen mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und vielen weiteren Akteuren entsteht das „Notfall Palliativ Care Team Hamburg“ – ein bislang einzigartiges Modellprojekt zur Notfall-Versorgung von Menschen in palliativer Situation. 

    Ziel dieses Modellprojekts ist es, Patient:innen am Lebensende auch im akuten Notfall dort zu versorgen, wo sie leben – zuhause oder im Pflegeheim – und unnötige Krankenhauseinweisungen sowie belastende Übertherapie zu vermeiden. Immerhin betreffen zwischen drei bis zehn Prozent aller Notarzteinsätze (genaue Zahlen gibt es nicht) Menschen in palliativer Situation; hier soll das neue interprofessionelle Team aus Ärzt:innen und Palliativpflegekräften künftig unmittelbar palliative Hilfe leisten, bis die lokalen Teams der sog. „Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung“ (SAPV) übernehmen. 

    Wir haben mit Initiator und Co-Projektleiter Sven Goldbach über das Notfall Palliativ Care Team Hamburg und das PalliativQuartier e.V. gesprochen.


    Das Interview im Überblick

    [02:02] „Bloß nicht ins Krankenhaus!“ Was steckt hinter diesem Satz?

    [03:28] Wie ist die Notfallversorgung heute organisiert?

    [08:53] Vom PALMA-Bogen bis zu den Roten Händen

    [16:32] Was macht das Notfall Palliativ Care Team anders?

    [22:30] Welche Benefits gibt es? Was erhofft sich das Team für die schwerstkranken Menschen und ihre Angehörigen

    [27:07] Wie sieht die wissenschaftliche Begleitung des Projekts aus, das erstmals Daten zur Notfallaufnahme von Menschen in palliativen Situationen erhebt?

    [33:30] Was passiert beim Start der Testphase am ersten Mai?

    [36:20] Lässt sich das Projekt bundesweit auszurollen? Welche Herausforderungen gibt es auf dem Weg dorthin? Warum lohnt der Blick in andere Länder?  

    [40:30] Was ist PalliativQuartier?

    Über das PalliativQuartier als Ort für sterbenskranke Menschen, an dem sie nicht allein sind und möglichst selbstbestimmt in Gemeinschaft leben und sterben können

    [44:41] Was wünscht sich Sven Goldbach in Bezug auf den Klimaschutz für Deutschland? Was wünscht er sich von der Gesellschaft für das Thema Tod und Sterben?

    Mehr unter https://palliativquartier.de/notfallpalli/

     

    Sven Goldbach, wie gelingt ambulante Notfallversorgung für schwerstkranke Menschen?

    „Zu Hause ist zu Hause“ – Sven Goldbach über Palliativpflege im akuten Notfall

    Für Menschen am Lebensende ist ein Krankenhausaufenthalt besonders belastend, und oftmals gibt es keine Rückkehr mehr nach Hause. Wäre es nicht möglich, diese schwerstkranken Patient:innen in einem akuten Notfall in ihrem gewohnten Umfeld zu versorgen? Wie können wir Krankenhauseinweisungen und Übertherapie noch besser vermeiden?

    In Hamburg gibt es nun eine Antwort darauf: Zusammen mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und vielen weiteren Akteuren entsteht das „Notfall Palliativ Care Team Hamburg“ – ein bislang einzigartiges Modellprojekt zur Notfall-Versorgung von Menschen in palliativer Situation. 

    Ziel dieses Modellprojekts ist es, Patient:innen am Lebensende auch im akuten Notfall dort zu versorgen, wo sie leben – zuhause oder im Pflegeheim – und unnötige Krankenhauseinweisungen sowie belastende Übertherapie zu vermeiden. Immerhin betreffen zwischen drei bis zehn Prozent aller Notarzteinsätze (genaue Zahlen gibt es nicht) Menschen in palliativer Situation; hier soll das neue interprofessionelle Team aus Ärzt:innen und Palliativpflegekräften künftig unmittelbar palliative Hilfe leisten, bis die lokalen Teams der sog. „Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung“ (SAPV) übernehmen. 

    Wir haben mit Initiator und Co-Projektleiter Sven Goldbach über das Notfall Palliativ Care Team Hamburg und das PalliativQuartier e.V. gesprochen.


    Das Interview im Überblick

    [02:02] „Bloß nicht ins Krankenhaus!“ Was steckt hinter diesem Satz?

    [03:28] Wie ist die Notfallversorgung heute organisiert?

    [08:53] Vom PALMA-Bogen bis zu den Roten Händen

    [16:32] Was macht das Notfall Palliativ Care Team anders?

    [22:30] Welche Benefits gibt es? Was erhofft sich das Team für die schwerstkranken Menschen und ihre Angehörigen

    [27:07] Wie sieht die wissenschaftliche Begleitung des Projekts aus, das erstmals Daten zur Notfallaufnahme von Menschen in palliativen Situationen erhebt?

    [33:30] Was passiert beim Start der Testphase am ersten Mai?

    [36:20] Lässt sich das Projekt bundesweit auszurollen? Welche Herausforderungen gibt es auf dem Weg dorthin? Warum lohnt der Blick in andere Länder?  

    [40:30] Was ist PalliativQuartier?

    Über das PalliativQuartier als Ort für sterbenskranke Menschen, an dem sie nicht allein sind und möglichst selbstbestimmt in Gemeinschaft leben und sterben können

    [44:41] Was wünscht sich Sven Goldbach in Bezug auf den Klimaschutz für Deutschland? Was wünscht er sich von der Gesellschaft für das Thema Tod und Sterben?

    Mehr unter https://palliativquartier.de/notfallpalli/

     

    Wie wir medizinische Versorgung besser koordinieren: Ursula Hahn über Patient Journey und integrierte Versorgung

    „Diese Idee der Zusammenarbeit, die muss in die Köpfe.“

    PD Dr. Ursula Hahn kennt die Chancen und Herausforderungen einer vernetzten Gesundheitsversorgung aus der eigenen Praxis. Sie ist Gründerin und Geschäftsführerin der OcuNet GmbH & Co. KG, eines fachärztlichen Verbunds, in dem ambulant und stationär vollversorgende sowie filialisierende Facharztzentren für Augenheilkunde zusammenarbeiten.

    Als Wissenschaftlerin ist ihr zudem der systemische Blick – die „Adlerperspektive“ – vertraut. Diese nutzt sie auch als stellvertretende Vorsitzende des Bundesverband Managed Care (BMC), um Konzepte der integrierten, intersektoralen Versorgung voranzutreiben.

    Die Ausschreibung des diesjährigen Lohfert-Preises zur „Patient Journey“ gefällt ihr da natürlich besonders gut, denn, so sagt sie: „Es gibt ganz viele, die aufeinander zugehen und miteinander bessere, koordinierte Verzahnung hinbekommen wollen. Aber es gibt auch ganz schön viele Widerstände. Ich glaube, das ist eine der Herausforderungen der nächsten Jahre, sich damit besser zu befassen. Diese Vereinzelung im Gesundheitswesen … besser in den Griff zu kriegen und sich einem übergeordneten Steuerungskonzept oder übergeordneten Steuerungsideen anzunähern.“

    Im Überblick:

    [01:37] Zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Verzahnung im Gesundheitswesen

    [02:43] Interdisziplinärer Blick: Ökonomie, Medizin und Versorgungspraxis aus der „Adlerperspektive“

    [04:01] Patient Journey: Ein Marketingkonzept als Zukunftsthema für die medizinische Versorgung?

    [04:48] Patient Journey: Vom Analyseinstrument zum Gestaltungsprinzip

    [07:09] Viele Stationen, viele Übergänge, viele Brüche: Herausforderungen entlang der Patient Journey

    [11:25] Primärversorgung ist mehr als hausarztzentrierte Versorgung: Steuerung entlang des tatsächlichen Bedarfs

    [15:28] Kritische Übergänge und die Rolle der Digitalisierung

    [19:51] Elektronische Patientenakte als Steuerungsinstrument

    [21:21] Digitalisierung, Selbstverwaltung und häusliche Versorgung

    [22:54] Best Practices: aus dem Innovationsausschuss in die Regelversorgung?

    [25:02] Die Zukunft integrierter Versorgung: Koordination und Verantwortung

    Links:

    Direkt zur Bewerbungsplattform: https://www.christophlohfert-stiftung.de/lohfert-preis/ausschreibung-2026/

    Zum Ausschreibungsthema des Lohfert-Preises 2026: https://www.christophlohfert-stiftung.de/panorama/lohfert-preis-2026-ausschreibung-zu-patient-journey-gestartet/

    Bundesverband Managed Care: https://www.bmcev.de/

    Studie: 17 Jahre Hausarztzentrierte Versorgung, AOK Baden-Württemberg: https://www.aok.de/pp/bw/pm/primaerversorgungsmodell/

    STROKE OWL – Stiftung Schlaganfallhilfe: https://www.schlaganfall-hilfe.de/de/das-tun-wir/aktivitaeten/projekt-stroke-owl/